Der Schollener Rassegeflügel- und Rassekaninchenzuchtverein wird am 1. März 60 Jahre alt. Ob er danach weiterbestehen wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Schollene l Die neunte Mühlenbergschau im Saal der Gaststätte "Zur Linde" war zugleich die 50. Schau, welche der Schollener Verein seit 1975 organisiert hatte. "In einigen Jahren hatten bis zu vier Schauen stattgefunden, vor allem nach der Wende", blickte Organisator Hartmut Sasse zurück. Doch in den letzten Jahren gab es nur noch die Mühlenbergschau - und jetzt ist auch damit Schluss. Vorsitzender Hartmut Sasse, der seit einigen Jahren im brandenburgischen Wusterwitz wohnt, ist gesundheitlich angeschlagen. Aus der Ferne ist die Organisation zudem recht schwierig, ohne seine Helfer aus der Seegemeinde und aus Rathenow wäre nichts mehr möglich gewesen.

Aktuell zählt der Schollener Verein nur noch neun Mitglieder. Die meisten wohnen wie der Vorsitzende auswärts - in Kirchmöser und Werder im Brandenburgischen sowie in Grabow bei Burg. Womöglich wird nach dem Jubiläumsfest - der Termin ist noch offen - auch beim Verein ein Schlussstrich gezogen.

Fünf Tiere "vorzüglich"

In den Käfigen waren 450 Tiere zu betrachten: Hühner, Tauben und Enten, mit darunter aber auch 77 Kaninchen. Ungewohnt sind die Rufe der langhalsigen Perlhühner, sie stammen eigentlich aus Afrika. Insgesamt 47 Aussteller aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg waren dabei, sogar aus dem Erzgebirge reiste einer an.

Die Preisrichter bewerteten am Freitag die Rassetiere, sie vergaben fünfmal das höchste Prädikat "vorzüglich". Eine weiße Zwergente von Lukas Großhenning aus Wasserleben bekam diese Note, drei Orientalische Roller von Petra und Günter Henneborn aus Ferchesar sowie eine Taube dieser Rasse von Hartmut Sasse.

Mit der Besucherresonanz war der Organisator zufrieden. Ein Anziehungspunkt dürfte auch die Tombola gewesen sein, als Hauptgewinn lockte eine Gans.

Besonders für Tauben interessierte sich der Brandenburger Axel Feuerherdt, denn er züchtet auch selbst. Seine Rasse heißt Mittelhäuser, in der DDR, wo sie seit 1958 erzüchtet worden war, hieß diese "Weiße Wirtschaftstaube". Um die 50 Tauben hat er im Schlag.

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