Havelberg l "Als ich gegen 7.15 Uhr als Erste zur Arbeit kam, fiel mir an der Tür zum rechten Eingangsbereich der Klinik gleich auf, dass die Scheibe an dieser fehlte. Als ich dann weiter nachschaute, sah ich auf dem Flur Walking-Stöcke verstreut umherliegen. Außerdem waren im offen stehenden Garderobenraum mehrere Schränke aufgebrochen", berichtet Dörte Rolack von dem ersten Schreck am Morgen.

Umgehend alarmierte sie die Polizei in Havelberg, "die dann auch recht schnell zur Stelle gewesen ist". Der noch größere Schreck widerfuhr ihr und den anderen Mitarbeitern der Klinik dann, als sie den erst vor einem knappen Jahr eingeweihten neuen Bereich der Tagesklinik betraten. Im Flur und in fast allen Räumen sah es aus "als ob hier eine Bombe eingeschlagen hätte. Alles war durchwühlt und Schränke waren aufgebrochen worden. Überall lag Inventar herum", schildert die Krankenschwester ihre ersten Eindrücke.

Fernseher entwendet


Auch die Strom- und die Telefonleitung hatten die unbekannten Eindringlinge gekappt, Computerkabel herausgerissen sowie Beleuchtung und Bewegungsmelder zerstört. Von der Tür zum Arztzimmer wurde der gesamte Rahmen herausgerissen. Entwendet haben die Täter nach dem bisherigen Kenntnisstand eine geringe Summe Bargeld sowie einen Flachbildfernseher. Der insgesamt angerichtete Schaden ist enorm.

"Mir fehlen fast die Worte. Die Einbrecher haben hier gehaust wie die Vandalen und uns damit eine Menge zusätzlicher Arbeit bereitet", erklärt Dörte Rolack. So musste das Personal am Montag alle derzeitigen 13 Patienten nach deren Ankunft in der Klinik wieder nach Hause schicken. "Wir brauchten den ganzen Tag, um wieder einigermaßen Ordnung herzustellen." Außerdem erfolgte durch Polizeibeamte die Spurensicherung.

Erste Reparaturen


Gestern konnte der normale Tagesablauf für die Patienten wieder aufgenommen werden. Handwerker erledigten erste Reparaturen in der Tagesklinik. Dafür, dass sie auch wieder telefonisch erreichbar ist, sollte ebenfalls an diesem Tag gesorgt werden.

"Wir hoffen, dass die Täter ermittelt werden und ihre gerechte Strafe erhalten", nennt Dörte Rolack einen großen Wunsch der Belegschaft und der Patienten. Die Polizei ist für jeden Hinweis zu dieser Straftat dankbar.