Schönhausen l Das Wetter im Januar war nach Ansicht unserer Ahnen vorbedeutend für das ganze Jahr - deshalb wünschte sich der Landmann immer Kälte und Schnee. Denn ein kalter Winter berechtigt zur Erwartung eines fruchtbaren Sommers, während ein milder und regnerischer Januar einen langen und frostigen Nachwinter befürchten lässt. Der Januar ist der kälteste

und niederschlagsärmste Monat des Winters, in dem die Tage schon wieder merklich länger werden. Ein Sprichwort dazu sagt: "Werden die Tage wieder länger, wird die Kälte strenger." Überliefert ist die Feststellung, dass zu Neujahr der Tag um einen Hahnenschrei und an Sebastian (20. Januar) schon wieder um eine ganze Stunde länger ist. Man war der Meinung, dass nach der Kälte oder der Wärme des Sebastiantages sich der übrige Winter richtet. Ist es warm, wird der Winter nicht mehr streng.

Doch der 20. Januar 2014 war nach einem bis dahin milden und frühlingshaften Monat der erste Eistag mit Dauerfrost und enormer Straßenglätte. Am 21. Januar hatten wir den ersten Schnee in diesem Winter und das ruhige Wetter mit Dauerfrost hielt bis zum Monatsende an. Die Natur hatte sich mit drei bis vier Zentimetern Schnee weiß eingehüllt.

Mit fünf Grad Frost am Morgen des 31. Januar ging ein milder, trockener und von wenig Sonne begleiteter Wintermonat zu Ende. Die Sonne zeigte sich an elf Tagen und mit 11 Grad plus hatten wir am 9. Januar den wärmsten Tag und mit 14 Grad minus am 25. Januar die kälteste Nacht des Monats. Die Niederschlagsmenge überwiegend in Form von Regen kam auf 29 Liter pro Quadratmeter.

Es gab 13 Frostnächte und die Elbe hatte am 30. Januar einen Wasserstand von 2,63 Metern, während vor einem Jahr 3,52 Meter gemessen wurden.

Vor einem Jahr

Der Januar 2013 war ein ruhiger Monat, der bis zum 10. mild war und jegliche Arbeiten im Freien zuließ. Fast täglich hat es geregnet. Doch dann setzte Dauerfrost ein und eine leichte Schneedecke verwandelte die Natur in eine weiße Winterlandschaft. Mit stürmischen Winden und Regen ging der Januar 2013 dann zu Ende. Es gab 18 Frostnächte, davon 16 Eistage mit Dauerfrost. Die Niederschlagsmenge in Form von Schnee und Regen betrug 66 Liter pro Quadratmeter.