Elbe-Havel-Land (asr) l Nach dem DRK, das bereits seit dem Sommer ein Büro in Schönhausen hat und Flutopfern zur Seite steht, lässt sich nun auch der Wohlfahrtsverband Caritas direkt in der Flutregion nieder. Wurden die Angebote der Caritas bisher von Stendal aus geleistet, stellt die Verbandsgemeinde dafür nun Platz unter dem Dach des Bürgerzentrums zur Verfügung.

Ab Anfang März wird Kunsttherapeutin Julia Wübbenhorst, seit kurzem Mitarbeiterin in der Stendaler Hauptstelle der Caritas, hier regelmäßig Sprechstunden anbieten. Geplant ist dafür zunächst der Dienstag, der auch langer Sprechtag im Verwaltungsamt ist. Den Flutgeschädigten werden verschiedene Hilfsangebote unterbreitet. Antragstellung zur Spendenvergabe, Werkzeugverleih, Vermittlung von Erholungsangeboten und baufachliche Beratung bei Sanierungen gehören dazu. "Der Bedarf ist auf jeden Fall auch jetzt, über acht Monate nach der Flut, immer noch groß. Und es kommen ja leider auch immer noch neue Schäden wie beispielsweise jetzt am Schönhauser Pfarrhaus dazu", erklärt Verbandsbürgermeister Bernd Witt und ist froh über diese Initiative. Denn auch die psychosoziale Nachsorge der Flutopfer und auch der Evakuierten ist von großer Bedeutung.

Deshalb will die Caritas auch ein offenes Atelier mit verschiedenen kunsttherapeutischen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen eröffnen, in dem die Erlebnisse auf- und verarbeitet werden.