Schönhausen (asr) l Schon lange vor dem Hochwasser 2013 wollte die Gemeinde Schönhausen an der Eisenbahnbrücke über die Elbe eine Hochwassermarkierung anbringen lassen. So können Einheimische und auch die vielen Touristen, die auf dem Elberadweg unter der Brücke hindurch fahren, sehen, wie hoch das Wasser der Elbe in den letzten Jahrhunderten gestanden hat. Vor allem die Rekordhöhen vom August 2002 mit 7,67 Metern und vom Januar 2011 mit 7,26 Metern sollten von der Bedrohung zeugen. Doch die Genehmigung zum Anbringen einer Tafel dauerte lange. Und dann kam der Juni 2013, als die Elbe den absoluten Höchststand von 8,36 Metern erreichte. Selbst 1845, als die Deiche zuletzt in der Region gebrochen waren, kommt an diese Höhe nicht heran - "nur" 8,07 Meter hoch hatte der Fluss gestanden.

Anbringung erfolgt in den nächsten Tagen

Inzwischen hat die Bahn grünes Licht für die Markierung gegeben und genau vorgeschrieben, wie sie angebracht werden kann. Die Verwaltung hat daraufhin eine Tafel in Auftrag gegeben. Nun ist sie geliefert und wird dieser Tage von den Schönhauser Gemeindearbeitern angebracht.

"Ich hoffe, dass zu den enormen Höhen so schnell keine weitere dazukommt", erklärt Bürgermeister Alfons Dobkowicz, der wegen Schwachstellen in Hohengöhren nicht ganz sorglos auf das nächste Hochwasser blickt. "Die Reparatur muss schnell erfolgen und dann wie versprochen bis 2020 auch die Herrichtung des gesamten Deiches entsprechend der Norm."

Die Wasserstände aus den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Verwaltung aus Archiven herausbekommen. Die Angaben reichen sogar bis 1725 zurück, als das Wasser 7,70 Meter hoch gestanden hatte.

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