Schollene (asr) l Schon recht weit gediehen sind die Pläne, die Schollener Grundschule nach ihrer geplanten Schließung im Sommer zum Kindergarten umzubauen. Das erklärte Bauamtsleiter Ulf Wabbel auf der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses der Verbandsgemeinde in Schönhausen. Auch einige Schollener hörten sich die Pläne an.

Der mit der Leiterin des "Waldzwergehauses" Gisela Lemme abgesprochene Vorentwurf sieht die Sanierung und den Umbau des Flachgebäudes vor. Schätzungsweise 470000 Euro werden dafür gebraucht. Ein Erweiterungsbau auf der langen westlichen Seite des Gebäudes soll die Bedingungen für die Kindergartenkinder ideal machen. Vier Räume stehen den "Waldzwergen" zur Verfügung, jeweils zwei teilen sich einen neuen Sanitärtrakt.

Vorgesehen ist im Plan auch, dass die beiden jetzt schon für den Hort genutzten Räume im Seitentrakt auch nach der Modernisierung den Schulkindern zur Verfügung stehen.

"Dafür brauchen wir aber das Votum der Eltern!" wandte sich der Ausschussvorsitzende Gerhard Faller-Walzer an die Anwesenden. "Wir müssen wissen, ob die Kinder, die dann in Klietz zur Schule gehen, weiterhin den Hort in Schollene besuchen wollen." Bis März sollten sich die Eltern entscheiden.

Der derzeitige Plan beinhaltet Platz für 25 Hortkinder sowie im Kindergartenbereich für 48 Mädchen und Jungen.

Auch wenn der Antrag auf Fördermittel aus dem Stark-3-Programm schon einmal abgelehnt worden ist, soll in der neuen, dieses Jahr beginnenden Förderphase wieder ein Antrag gestellt werden. "Wenn wir schon die Schule aufgeben müssen, kommt das Land uns vielleicht beim Kindergarten entgegen", hegt Verbandsbürgermeister Bernd Witt Hoffnung auf finanzielle Unterstützung. "Wir werden auf jeden Fall ab diesem Jahr bauen, mit oder ohne Fördermittel."

Ausschussmitglied Stefanie Wischer regte an zu überlegen, statt der üblichen Gruppenräume Funktionsräume (Bau-, Kreativ-, Bewegungsräume...) einzurichten.