Havelberg l Ins Sportforum "Am Eichenwald" hatten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses der Hansestadt Havelberg zu Wochenbeginn ihre 22. Sitzung gelegt. Nicht in der Absicht, sich hier gemeinsam sportlich zu betätigen, sondern vielmehr, um im Erfahrungsaustausch mit Verantwortlichen von Havelberger Vereinen zu erfahren, ob sie mit dem Angebot für die Nutzung sowie mit der Ausstattung der Sporthalle zufrieden sind.

Fred Lähns und Rolf Müller vom SV 90 stimmten überein, "dass in der Halle alles gut funktioniert". Die Leichtathleten des Vereins trainieren im Winter fast jeden Tag in der Sportstätte. "Wir achten darauf, dass immer alles diszipliniert abläuft", so Rolf Müller.

Schlüssel-Wunsch

Zu den Hauptnutzern in der kalten Jahreszeit gehören auch die Fußballer des FSV Havelberg. Aufgrund der großen Anzahl von Mannschaften müssen einige davon zum Training nach Sandau und in die Havelberger Bundeswehrkaserne ausweichen, berichtete Hartmut Wildermuth. Was wegen der völlig ausgelasteten Hallenzeit "Am Eichenwald" allerdings schon seit Jahren so gehandhabt werde und sich gut "eingespielt" habe. In Sandau zahle der Verein dafür Nutzungsgebühren, was jedoch eine übliche Verfahrensweise sei.

Mit den Trainingsbedingungen für die Judoka in der Sporthalle "Am Eichenwald" ebenfalls sehr zufrieden ist Herbert Luksch vom Havelberger Wassersportverein. Er wünscht sich in der Halle jedoch einen Schlüssel, mit dem jeder Übungsleiter auch während der Trainingszeit die Verschlusssicherheit der Sporthalle von Außen gewährleisten kann. Gleiches solle für den Kraftraum in Erwägung gezogen werden, schlug er vor. Dieser darf von Sportlern normalerweise nur unter Aufsicht eines Übungsleiters genutzt werden. Weil er nicht abgeschlossen ist, könnte bei vollem Trainingsbetrieb in der Halle aber auch der eine oder andere Jugendliche, vom Trainer unbemerkt, "durchschlüpfen".

Bauhof-Chef Volker Kanzler, der in der Stadt auch für die Sportstätten zuständig zeichnet, bat die Vertreter der anwesenden Vereine darum, die Nutzung der Sporthalle an Feiertagen zu überdenken. Vor allem hat er dabei seine und die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter im Blick, die "nichts gegen Sportveranstaltungen am Wochenende haben", an Feiertagen aber auch gern mehr Zeit für ihre Familien hätten. Er denke "zum Beispiel an das Weihnachtsturnier im Fußball. Ich weiß nicht, ob das sein muss."

Ein Problem sieht er vor allem in der Reinigung der Halle nach einer solchen Feiertagsveranstaltung. Wenn der darauffolgende Tag ein Schultag sei, müssten nämlich auch die sanitären Einrichtungen bis zum Beginn des Schulsportes um 7.30 Uhr wieder blitzblank sein.

Volker Kanzler sprach sich dafür aus, dass gemeinnützige Vereine aus der Einheitsgemeinde die Sporthalle auch künftig unentgeltlich nutzen können sollten; für Vereine außerhalb dieses genannten Gebietes schlug er dem Ausschuss vor, zu prüfen, inwieweit diesen eine Nutzungsgebühr in Rechnung gestellt werden kann.