"Der Whirlpool in der Förderschule ,Am Lindenweg` wird repariert." Mit dieser erfreulichen Nachricht eröffnete Stadtelternratsvorsitzender Uwe Zimmermann die jüngste Sitzung des Gremiums.

Havelberg l Um sich ein Bild vom Zustand der Whirlpoolanlage zu machen, hatte sich der Stadtelternrat am Dienstagabend auch in der Förderschule getroffen. Schulleiterin Petra Heidrich zeigte und erläuterte sie den Mitgliedern. Die Anlage ist seit vielen Jahren defekt. Sie ist zusammen mit dem Bau der Schule entstanden, allerdings funktionierte die Technik im Laufe der Zeit nicht so wie gewünscht. Und irgendwann waren dann die Möglichkeiten für die immer wieder erforderlichen Reparaturen erschöpft.

Landrat hat sein Wort gehalten

Seit etwas über zwei Jahren sammelt die Schule Spenden für die Wiederherrichtung der Anlage. Denn diese wird dringender denn je für die therapeutische Arbeit mit den schwerbehinderten Kindern benötigt. Andererseits dient sie aber auch "der Wassergewöhnung als dem ersten Schritt, um die Kinder auf das Schwimmenlernen vorzubereiten", berichtete Petra Heidrich.

Der Förderverein der Schule und der Behindertenverband sorgten für die ersten Spenden, weitere steuerten zum Beispiel die Kreissparkasse mit insgesamt 1700 Euro und die Volkssolidarität mit 200 Euro bei. Nachdem der vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufene Stadtelternrat das Thema zu seiner ersten großen Aufgabe machte und sich mit der Bitte um Unterstützung an den Landkreis wandte, wurde auch dieser aktiv. "Landrat Carsten Wulfänger hatte mir persönlich versprochen, dass er sein Bestes für die Reparatur des Whirlpools tun würde", so Uwe Zimmermann. "Und er hat dieses Versprechen gehalten." So habe der Landkreis das Hochbauamt beauftragt, eine Grobkostenschätzung durch ein Fachplanungsbüro erstellen zu lassen. Den Schwerpunkt für die Wiederinbetriebnahme des Whirlpools bildet die umfangreiche Sanierung der Technik für die Wasseraufbereitung. "Diese Kostenschätzung, die im Jahr 2013 erfolgte, bildete die Grundlage für die Einstellung der erforderlichen Haushaltsmittel in den Landkreishaushalt 2014", verlas der Stadtelternratsvorsitzende ein Schreiben aus dem Hochbauamt und Gebäudemanagement des Landkreises Stendal. "Nach der Haushaltsfreigabe 2014 kann das Hochbauamt dann eine Planungsvereinbarung abschließen, um die erforderlichen Ausschreibungsunterlagen erstellen zu lassen, so dass die Sanierung des Whirlpools erfolgen kann", heißt es weiter. 50000 Euro sind dafür übrigens in den Kreishaushalt eingestellt worden. Petra Heidrich freut sich nicht nur darüber sehr. "Ich bin auch froh, dass hier nichts Neues, Kleineres entsteht, sondern der Whirlpool so bestehen bleibt, wie er vor 15 Jahren konzipiert worden ist." Die Größe sei zum Beispiel wichtig, damit die Therapeuten mit ins Wasser können, um die Kinder hier zu führen beziehungsweise zu begleiten.

Wenn alles nach Plan läuft, kann die Sanierung in den Sommerferien erfolgen.