Ein Spaziergang bot sich bei dem frühlingshaften Wetter am Sonnabend geradezu an. In Kümmernitz nutzen Bürger eine solche Begehung zur Vorbereitung auf die Bundesgartenschau im kommenden Jahr.

Vehlgast-Kümmernitz l Das Territorium der Hansestadt Havelberg beginnt im Norden am Hügel vor Kümmernitz, von Breddin aus gesehen. Hier sollen denn auch erste Transparente oder Schilder die Besucherströme zur Gartenschau im kommenden Jahr begrüßen, so ein Vorschlag von Ortsbürgermeister Udo Mintus.

Die Kümmernitzerin Marietta Rose hat den Aufruf des Havelberger Bürgermeisters Bernd Poloski zum bürgerschaftlichen Engagement für die Buga aufgegriffen - sie will Blühstreifen in Kümmernitz anlegen und pflegen. "Einer muss ja die Initiative ergreifen", so ihre Begründung. Die passenden Flächen hier und in Waldfrieden auszuwählen, war Sinn des Ortsrundganges mit Udo Mintus und einigen Ratsmitgliedern.

Der Ortsvorsteher hatte sich dazu von Havelberg Liegenschaftskarten besorgt, auf denen die kommunalen Grundstücke eingezeichnet waren. Ein Areal könnte gleich in der ersten Kurve in Richtung Breddin gestaltet werden. Sicher würde auch das benachbarte Amt Neustadt nichts dagegen haben - denn hier verläuft die Landesgrenze. Ratsmitglied Daniel Bloch ist dort im Bauamt tätig und könnte die Verbindung herstellen.

"Das wäre ein toller Zugewinn für das Dorf."

Ratsmitglied Roswitha Frontzek

Der schon arg zugewucherte Weg am Friedhof müsste bis dahin auch wieder befahrbar gemacht werden, regte Wolfgang Müller an, die meisten radeln auf der Straße. Auch der Weg nach Sophiendorf ist in einem schlechten Zustand, ergänzte Udo Mintus.

Weiterhin fordern die Kümmernitzer den Bau eines Gehweges, der die beiden Dorfteile verbindet. Schön wäre es auch, wenn der Containerstellplatz an einer abgelegenen Stelle errichtet werden könnte, es sieht hier immer unschön aus.

Die Blühstreifen sollen so angelegt werden, dass die Besucher auch in Richtung Vehlgast gelenkt werden - hier ist ebenfalls noch ein Ortstermin geplant. Ein weiterer Streifen soll am Kümmernitzer Ortsausgang in Richtung Havelberg angelegt werden und auf dem Gelände am Gerätehaus der Feuerwehr wäre sogar Platz für eine große Blumenwiese. "Das wäre ein toller Zugewinn für unser Dorf", meinte Roswitha Frontzek.

Die Frage wäre, ob hier ein- oder zweijährige Blumen angepflanzt werden sollten - Letztere müssten aufwändiger gepflegt werden. Das muss man mit den Buga-Leuten klären. Klar ist, dass solche Mischungen verwandt werden, die dann auch das gesamte Jahr über ihre Blütenpracht zeigen. Roswitha Frontzek schlug unter anderem Ringelblumen vor, die es in vielen Farben gibt. Oder aber Blumen mit blauen Blüten - ein Hinweis auf das Buga-Motto mit dem blauen Band der Havel. Bepflanzt werden sollen auch das Dreieck am Abzweig nach Voigtsbrügge sowie die Wiese an der Kapelle in Waldfrieden. Hier blühen bereits jetzt viele Krokusse, gepflanzt vom Heimatverein.