Havelberg l Das war knapp! Im letzten Punktspiel der Bezirksliga Nord machten es die Schachspieler des SV 90 Havelberg in Sachen Aufstieg noch einmal spannend.

In Flechtingen bei der zweiten Mannschaft hätte ein Unentschieden bereits gereicht, doch die Havelberger zeigten ungewohntes Nervenflattern und bestätigten die Tatsache, dass der letzte Schritt manchmal auch der Schwerste sein kann. Dabei wurde die taktische Marschroute zu Beginn des Wettkampfes noch eingehalten. Da mit Karsten Kasubek erneut das 1. Brett ausfiel und auch Michael Luksch verhindert war, mussten zwei Ersatzspieler in die Bresche springen: Sowohl Heiko Gielke an Brett 5 als auch Mark Symannek an Brett 6 erkämpften beizeiten ein wertvolles Remis. Doch trotz des Sieges an Brett 1 durch Steffen Heinze und der damit verbundenen 2:1-Führung wurde die Lage immer prekärer. An zwei Brettern standen die Gäste schlechter bis auf Verlust. Bernd Rump an Brett 4 musste nach Figurenverlust die Partie aufgeben, so dass Flechtingen zum 2:2 ausglich.

Doch plötzlich kippte der ganze Wettkampf, als am Brett 2 Thomas Holzhüter seine eigentlich verlorene Stellung durch einen groben Schnitzer seines Flechtinger Gegners (Dameneinsteller) noch drehen konnte. Mit dem 3:2 war der Aufstieg perfekt. Für den Sieg in diesem Punktspiel sorgte dann noch Klaus Dittmer, der an Brett 3 in einer ausgeglichenen Stellung remisierte und den 3,5:2,5-Endstand herstellte.

Nun muss wieder ein 8-Mann-Team antreten

Nach nur einem Jahr schafften die Havelberger Schachspieler damit den Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga. Leicht wird es in der kommenden Saison nicht, denn man muss wieder mit einem 8-Mann-Team die Wettkämpfe bestreiten.

Doch wenigstens sollte es gelingen, die Anzahl der kampflos abgegebenen Bretter zu reduzieren, denn man wird auf ein breiteres Spieleraufgebot zurückgreifen können als noch vor zwei Jahren. Dass sich dies auch in Punkte niederschlägt, kann nur durch intensiveres Training, insbesondere dem Studium der Schachtheorie, erreicht werden.