Schönhausen (asr) l Die Landfrauen aus Schönhausen und Umgebung bereichern das Gemeindeleben, bieten wissenswerte Vorträge und kreative Stunden. Eine von ihnen ist Barbara Bleis. Sie macht derzeit eine Ausbildung zur Demokratieberaterin.

"Frauenpower bringt Demokratie aufs Land" heißt das Projekt der Landfrauen Sachsen-Anhalts. In Seminaren wird der Blick der Frauen für demokratiefeindliche Tendenzen geschärft. "Frauenpower" ist Bestand des "Programms für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln" und wird vom Bundesministerium des Inneren und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Dieser "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert Eigeninitiative und würdigt Engagement, stärkt gegen Extremismus und fördert die Nachhaltigkeit der Projekte. Ziel ist es, tolerante und verantwortungsbewusste Arbeit in einer lebendigen, selbstbewussten und demokratischen Gemeinschaft zu schaffen.

"Das Thema ist mir wirklich wichtig", begründet Barbara Bleis ihre Initiative. 1992 war sie ihrem Mann Bernd nach Schönhausen gefolgt. Die Familie Bleis ist alteingesessen und war in den 50er Jahren nach Niedersachsen umgesiedelt. Barbara Bleis, gelernte Einzelhandelskauffrau, betrieb zunächst einen Kunstgewerbe-Laden in Tangermünde. "Über den Landfrauen-Verband habe ich mich zur Agrar-Managerin weitergebildet. Es ging dabei um das Handwerkszeug, also wie man einen solchen Betrieb führt, von der Buchführung bis zum Umgang mit Lieferanten", berichtet die 43-Jährige, die Mutter zweier Kinder ist.

Ortsverein ist der größte im Landkreis Stendal

Die Landfrauen sind ein wichtiger Teil im ausgefüllten Leben von Barbara Bleis. Auch auf ihre Initiative hin wurde 1995 der Ortsverein Schönhausen und Umgebung gegründet, den sie bis vor kurzem als Vorsitzende leitete. "Die Vereinsgründung entstand aus der Überlegung einiger Frauen heraus, etwas gemeinsam zu machen. Wir wollten und wollen uns als Frauen treffen, zusammen etwas unternehmen, kulturell etwas im Ort bewegen, kreativ sein, uns aber auch einmischen." Der Ortsverein ist mit 50 Mitgliedern heute der größte im Landkreis Stendal. Einmal im Monat trifft man sich. Neben den Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sind die Landfrauen vor allem eine gute Möglichkeit, die Gemeinschaft zu pflegen.

Nächste Aktion der Landfrauen ist ein Workshop zur Verarbeitung der Fluterlebnisse.