Um alle Ausgaben zu deckeln, muss die Verbandsgemeinde erstmals seit ihrer Bildung vor vier Jahren Kredite aufnehmen.

Elbe-Havel-Land l Einstimmig hat der Hauptausschuss des Verbandsrates dem von Kämmerin Renate Roßkamp vorgestellten Haushaltsentwurf zugestimmt. Endgültig wird der Rat Ende des Monats sein Votum abgeben.

Der Vermögenshaushalt, sonst immer sehr dürftig ausgestattet, sieht Investitionen in Höhe von 2,1 Millionen Euro vor. Größte Posten darin sind natürlich die Beseitigung der Flutschäden, die bis zu 100 Prozent gefördert werden. Aber auch der Umbau der Schollener Grundschule zum Kindergarten ist enthalten, umfangreiche Sanierungen in den Kindergärten Sandau und Wust, neue Löschbrunnen und Ausstattungen für Feuerwehren. Für Fischbeck und Klietz soll es neue Feuerwehrautos geben.

Knapp sechs Millionen Euro werden für den Verwaltungshaushalt, der die Löhne der Beschäftigten sowie die Betriebskosten für alle kommunalen Objekte beinhaltet, gebraucht.

Steigerung um 3 Prozent

Die Umlage, die die Kommunen alljährlich an den Verband zahlen, steigt. Allerdings nicht wie üblich um fünf Prozent, sondern zur Entlastung der Kommunen nur um drei Prozent. Kamern berappt mit 385000 Euro dennoch 10000 Euro mehr, in Klietz sind es mit 523000 Euro sogar 13000 Euro mehr. Noch tiefer in die Tasche greifen muss Schönhausen: 747000 Euro (plus 24000 Euro). Und Wust-Fischbeck: 455000 Euro (plus 12700 Euro). Einzig Schollene zahlt mit 300000 Euro rund 1500 Euro weniger als im Vorjahr.

Zusammengerechnet macht das eine Umlage von 2,78 Millionen Euro - das sind 87000 Euro mehr als 2013. Das Geld wird vor allem für die bessere Ausstattung der Feuerwehren gebraucht.

Und auch die Kreisumlage steigt um zusammengerechnet 36000 Euro. "Das ist deshalb bedauerlich für die Kommunen, weil es deutlich weniger Zuweisungen als 2013 vom Land gibt", erklärt Renate Roßkamp. Kamern bekommt 15000 Euro weniger, Sandau 76000 Euro, Schönhausen 35000 Euro, Schollene 25000 Euro und Wust-Fischbeck 466 Euro. Klietz hat ein Plus von 21000 Euro und Schollene von 25000 Euro. Zusammen fließen dieses Jahr 80000 Euro weniger Zuweisungen vom Land ins Elbe-Havel-Land.

Wenn der Haushalt beschlossen wird, kann sich die Verwaltung an die Pläne für die sechs Mitgliedsgemeinden machen. Dann wird man sehen, was sie sich in diesem Jahr noch leisten können.