Nach ein paar Jahren in Restaurants in Österreich und auf Mallorca sowie auf einem Kreuzfahrtschiff hat Marcus Wagener aus Hohengöhren entschieden, sesshaft zu werden. In der familieneigenen Gaststätte bekocht er die Gäste - in einer neuen Küche, die beim Showkochen eingeweiht wurde.

Hohengöhren l "Das sind viele Spielereien. Aber ich will auch mal zeigen, was man in der Küche neben den bekannten Gerichten noch so machen kann." Marcus Wagener holt die mit einer Spinat-Hack-Mischung gefüllten Maultaschen aus dem Konvektomat. Dieser Heißluftofen ist das Herzstück der neuen Küche im Gasthof "Stadt Braunschweig", die gerade vergrößert und modernisiert worden ist.

Mit dem Showkochen am Donnerstagabend erfolgte die Einweihung. Nicht nur Marcus` Mutter Karin, die das Gasthaus vor 13 Jahren eröffnet hat, stand ihm beim Kochen zur Seite, sondern auch Kumpel Maik Eccard. Den 21-jährigen Stuttgarter kennt Marcus von der "Sonnenalp" im Allgäu, wo sie bis Sommer 2013 zusammen gearbeitet hatten. In dieser Zeit fällte der Hohengöhrener auch die Entscheidung, endgültig zu Hause zu bleiben. Immer nur ein paar Wochen war er geblieben, um dann einen neuen Job anzunehmen. "Jetzt wird es Zeit, sesshaft zu werden. Ich will nicht immer wieder von vorn anfangen und mir jetzt hier etwas aufbauen." Koch zu werden, war schon immer der Traum von Marcus Wagener. Sein Zwillingsbruder Marco und auch der etwas ältere Christoph sind in Vaters Fußstapfen getreten und im Zimmereigewerbe tätig, Markus steht lieber in der Küche, probiert auch gern was Neues aus.

Wie die Molekularküche. "Dabei werden Lebensmittel in einen anderen Aggregatzustand versetzt", erklärte er beim Showkochen. Gurkenschaum mit geröstetem Knoblauchpudding, Forelle auf roter Beete, Apfelmeerrettichgel, Olivensand, geschmorte Urkarotte, Süßkartoffelpüree an Schweinefilet im Kräutermantel sanft gegart, Himbeerspaghetti, Nougatravioli und Haselnussstreusel sind nur einige der Leckereien, die die beiden jungen Köche vor den Augen der Gäste zubereiteten.