Garz l Gleich sechs Neulinge auf einen Schlag wurden auf der Jahreshauptversammlung der Garzer Feuerwehr am Freitagabend aufgenommen. Darunter befanden sich allein fünf junge Damen - sie sollen künftig auch das Wettkampfteam verstärken. Ihre erste Bewährungsprobe ist am 14. Juni in Kamern.

Der Rückblick von Wehrleiter Alfred Hagen fiel in diesem Jahr etwas länger aus als üblich. Denn über die Aktionen beim Hochwasser - die Katastrophe zählte als ein Einsatz - gab es einiges zu berichten. Bereits am 8. Juni begannen die Aktiven, am Wehl einen Deich zu errichten - wegen der Polderflutung. Für den Sandauer Deich mussten Faschinen gesägt werden, danach wurden auch die Garzer nach Wulkau zum gefährdeten Deich beordert. Dort und in Schönfeld wurden Sandsäcke gefüllt und man half Neukamern. Ein Schutzdamm von der Landstraße bis zum Wald wurde im Ort am 14. Juni errichtet. An der gefluteten Siloanlage zwischen Warnau und dem Rehberger Eck wurde gepumpt.

Ein großes Dankeschön von Alfred Hagen ging an Landwirt Jens Köpke, welcher Personal und Technik zur Verfügung gestellt hatte. Ein weiterer Einsatz folgte am 27. Juli: in der Havelberger Kaserne standen etliche Fahrzeuge in Flammen.

Ansonsten verlief das Jahr wie üblich: Lehrgänge in Heyrothsberge und in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Arneburg, sechs Aktive absolvierten die Atemschutzstrecke. Die Feuer am Karfreitag, zum 1. Mai und im Oktober wurden abgesichert, auch half man bei Frühlingsfest, Trödelmarkt und Kartoffelfest. Garz war Gastgeber der Flut-Party, zuvor wurde die Hütte auf dem Platz ans Abwasser angeschlossen.

Guter 11. Platz in Eichstedt

Weil der Löschangriff der Flut zum Opfer gefallen war, durften alle Wehren am Kreisausscheid in Eichstedt teilnehmen. Die Garzer nutzten die Chance und belegten dort mit 29,68 Sekunden einen guten 11. Platz.

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