"Und frag nicht, wo die Liebe sei!" Chansons und Literarisches rund um die Liebe brachten die Gäste des musikalischen Abends im Schönhauser Bürgerzentrums zum Lachen und zum Träumen.

Schönhausen l "Schön, so ein voller Saal!" Charlotte Knappstein gastierte am Freitagabend zum vierten Mal in Schönhausen, um den überwiegend weiblichen Besuchern anlässlich des Frauentages einen schönen Konzertabend zu bereiten.

Organisiert hatten ihn wieder die beiden ehrenamtlichen Bibliothekarinnen Christel Guß-Siedler und Ingrid Poppe. Sie stimmten herzlich auf das zweistündige Programm ein. "Wir wollen damit auch erreichen, die zurückliegenden neun Monate nach dem Deichbruch vergessen zu machen."

Ein Lob auf das Bühnenbild

"Nur gemeinsam sind wir stark!" So konnten sie bei der Organisation auf zuverlässige Helfer zurückgreifen. Der Chor unter Regie von Ulrich Sandhof ließ eine Bühnenkonstruktion bauen, so dass die Künstler auf dem Podest auch in der letzten Reihe gut zu sehen waren. Diese stabile Bühne wird künftig auch bei anderen Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Außerdem seien da noch die Gemeindearbeiter, die Tankstelle, der NP-Markt, Holger Borowski, Jörg Kluge sowie die beiden Ehemänner zu nennen, die die Veranstaltung unterstützten und die Ideen in die Tat umsetzten. "Dank auch meinen ehemaligen Kolleginnen aus der Schule", warf Christel Guß-Siedler dankende Blicke zu den Frauen, die ihr zur Seite gestanden hatten. Die Bühnendekoration mit dem Motto des Abends hatte Friedegard Bos gestaltet - dafür gab es einen Extra-Applaus. Charlotte Knappstein freute sich sehr darüber. Sie nimmt die Aufhängung mit und wird sie bei künftigen Liederabenden zu diesem Thema aufhängen.

Das eingespielte Duo lud die Gäste dann ein, sich verzaubern zu lassen. Aus dem letzten Jahr noch bekannt war dem Publikum Torsten Urban, der Charlotte Knappstein auf der Gitarre begleitet.

Im ersten Lied, gesungen auf französisch, musste man die Sprache nicht kennen um zu verstehen, dass es eine Liebeserklärung - eigentlich an Paris - an Schönhausen war. Unter die Haut ging auch das Ostseelied von Hildegard Kneef, die die flimmernde Hitze des Südens hasst und sich nach dem Knistern der Dünen, dem Jammern der Möwen und dem Bernstein am Strand der Kindheit sehnt.

Heiteres und Besinnliches wechselten sich ab und immer wieder fand Charlotte Knappstein auch passende Worte, die berührten: "Wie man hier bei Ihnen sieht - in einer schweren Zeit wachsen die Menschen zusammen", sprach sie auf die Deichbruch-Katastrophe an.

Vorfreude auf das neue Programm

Mit Tipps zum "Schöner altern" und der Ballade "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" endete das Programm. Doch erst nach drei Zugaben ließen sie Zuhörerinnen, unter die sich wenige Herren gemischt hatten, die beiden Künstler gehen. Und sie blieben noch, um bei einem Glas Sekt mit den Konzertbesuchern zu plaudern. So mancher Eintrag im Gästebuch endete mit dem Wunsch, sich nächstes Jahr wiederzusehen. Dann mit dem neuen Programm, an dem Charlotte Knappstein gerade feilt. "Ich komme gern wieder nach Schönhausen. Bis nächstes Jahr!", verabschiedete sie sich nach Mitternacht.

 

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