Schönhausen (asr) l Ein großer bunter Ballon schwebte am säten Sonnabendnachmittag über Schönhausen. In der Gondel standen Karl-Heinz Pick, seine Schwiegersöhne Jens Heinze und Mario Pultermann, sein Bruder Waldemar Pick aus Klietz und Kumpel Diethelm Millbrett aus Stendal. Sie alle hatten die Ballonfahrt geschenkt bekommen - eigentlich sollte es schon im vergangenen Jahr losgehen, aber bekanntlich kam die Flut dazwischen und alle waren privat, beruflich oder über die Feuerwehr zeitlich stark eingebunden.

Doch nun waren die Witterungsbedingungen bestens, so dass Andreas Golze aus Roggenthin an der Ostsee den "sanften Riesen" startklar machen konnte. Am Sportzentrum auf einer Wiese bot sich genug Platz. Zunächst wurde die Gondel vorbereitet, dann der Ballon. Immerhin 4000 Kubikmeter waren mit heißer Luft zu befüllen. Das dauerte gut zehn Minuten, bis sich der Ballon aufrichtete. Und dann musste es schnell gehen mit dem Einsteigen. Schnurstraks hob der Ballon ab, kaum ein Lüftchen wehte. Deshalb ging es mit 7 km/h zunächst auch ganz gemächlich zu. Der Ballon trieb über Schönhausen, "wir hatten einen herrlichen Blick", schwärmt Karl-Heinz Pick. Zwischen Neuem Wiehl und Eisenbahnbrücke ging es über die Elbe. Bis auf eine Höhe von 1030 Metern ist der Ballon gestiegen, so dass die sechs Insassen weit in die Ferne blicken konnten. An der Umgehungsstraße von Stendal, nahe der Kläranlage, setzte Andreas Golze zur sicheren Landung an. Wie es Brauch ist, wurden alle fünf Mitfahrer geadelt - denn nur Adlige durften früher Ballonfahren.

 

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