Das einstige Schollener Schulgebäude, das lange leerstand, ist wieder komplett mit Leben erfüllt: Nach der Arztpraxis öffnete jetzt auch die Bibliothek hier ihre Türen.

Schollene l Ein Bücherwurm prangt auf der Urkunde, die Bürgermeister Armin Wernicke zur Eröffnung mitgebracht hat. Denn die Bibliothekarin Regina Franke wurde im Januar 1994 von der Gemeinde in dieses Ehrenamt berufen, seitdem ist sie auch Ortschronistin. Ein Archivraum befindet sich denn auch mit in der neuen, etwa 85 Quadratmeter großen Bibliothek.

Alle Leseratten können sich nun in zwei schmucken hellen Räumen im Obergeschoss des Hauses ihren Lesestoff aussuchen. "Immerhin um die 5000 Medien stehen zur Verfügung", erklärt Regina Franke. Bücher, Spiele, Videos und einige DVDs stehen gut sortiert in den Regalen, vier der Möbel wurden neu angeschafft. Weitere Spenden sind gern gesehen, denn die Kommune kann nur 200 Euro im Jahr zugeben.

Beim Einbau der Regale unter den teils schrägen Wänden und beim Umzug halfen Freunde von der Wandergruppe und andere: Margitta und Anja Peuker, Diana Schindler, Birgit und Herold Büttner sowie Klaus Kowohlick.

Der fünfte Umzug

Stolz ist Regina Franke zudem auf ein neues Angebot: In der Mediathek können Besucher an zwei Computern durchs Internet surfen. Sebastian Heinike will sie am Computer unterstützen.

Es ist bereits der fünfte Umzug der Einrichtung, berichtet die Bibliothekarin. Erst war die Ausleihe in der Havelberger Straße, zog dann gerade rüber auf die andere Straßenseite, danach ging es in die einstige ABV-Station, 2002 erfolgte der Umzug ins Schulgebäude.

Etwa 50 Leser gehören zum Kundenstamm, aus Schollene und den Ortsteilen. Drei weitere meldeten sich bei der Eröffnung an. Offen ist jeden Montag von 15 bis 17 Uhr, oft werden auch Klassen oder Kita-Gruppen außerhalb dieser Zeit begrüßt. Sollte mehr Bedarf bestehen, können sie auch erweitert werden.

Begründet hatte die Buchausleihe im Ort Werner Woltersdorf, er war ebenfalls zugleich Chronist. Von ihm hatte Regina Franke die Ehrenämter übernommen.