Der Rat der Verbandsgemeinde hat den Haushalt 2014 beschlossen. Dem vorausgegangen sind zwei Beschlüsse zu den Kindergärten in Schollene und Schönhausen.

Elbe-Havel-Land l "Ich habe zwar Bauchschmerzen wegen der großen Summe, aber zum Wohle der Kinder stimme ich zu." So kommentierte der Klietzer Bürgermeister, Mitglied im Verbandsrat, seine Entscheidung zum Neubau des Schönhauser Kindergartens. Auch alle anderen Abgeordneten stimmten dafür. Gebaut wird allerdings erst im kommenden Jahr, weil man auf Fördermittel aus dem dieses Jahr erst neu aufzulegenden Programm "Stark III" hofft. 2,8 Millionen Euro werden gebraucht, um ein neues Nest für die "Spatzen" zu bauen.

Keine Fördermittel in Aussicht sind für den Umbau der Schollener Schule zum Kindergarten der "Waldzwerge". Die 470000 Euro werden über einen Kredit finanziert. Auch hier war das Votum der Ratsmitglieder einstimmig. Wenn die Schule im Sommer schließt - die endgültige Entscheidung des Landes wird dieser Tage erwartet - soll der Flachbau zum Kindergarten umgebaut werden.

Planer Michael Wege hatte noch einmal berichtet, dass eine moderne und attraktive Einrichtung gebaut wird. Sämtliche baulichen Richtlinien werden eingehalten. Deshalb müsse man mit der Feinplanung auch noch die Entscheidung einiger Eltern zum Hort abwarten. Bislang haben die Eltern von 23 Kindern bekundet, dass ihre Sprösslinge trotz Schulbesuches in Klietz den Hort in Schollene besuchen sollen. Ebenfalls relevant ist das pädagogische Konzept der Einrichtung, an dem gerade noch gearbeitet wird. Auch danach richtet sich das Raumkonzept.

Schollener Hort während der Bauphase im alten Backsteinhaus

Der Hort soll im Sommer erst einmal ins Nebengebäude, den roten Backsteinbau, umziehen. Denn wenn die Bauarbeiten beginnen, könne den Mädchen und Jungen Lärm und Staub nicht zugemutet werden, berichtete Bauamtsleiter Ulf Wabbel. Dazu habe es bereits Gespräche mit der Gemeinde gegeben. Die Räume, die die Bibliothek bis zu ihrem Umzug ins Arzthaus genutzt hatte, sollen dann den Schulkindern vor und nach der Schule zur Verfügung stehen. Die Herrichtung dieser Räume soll bis zum Sommer erfolgen.

Allerdings kann es auch sein, dass der Platz im Flachbau generell nicht für Kindergarten und Hort reicht, so dass das Nebengebäude langfristig genutzt werden und dann auch entsprechend hergerichtet werden muss. "Wir müssen die Entscheidung der letzten Eltern abwarten - und auch, wie das gesamte Konzept der Gemeinde mit Schulküche/Sekretariat ausfällt", so Michael Wege.

Auf die Nachfrage von Berbel Wischer aus Schönhausen, ob denn an den Flachbau für den Hort angebaut werden könne, erklärte der Planer, dass das zwar möglich sei. "Aber es gibt genügend vorhandene Gebäude auf dem Grundstück. Auch wenn die Sanierung teurer als ein Anbau wäre, ist davon abzuraten. Und welchen Charme alte Gebäude haben, ist gerade wieder beim Arzthaus zu sehen."

Der Schollener Kindergarten ist dann auch Bestandteil des Vermögenshaushaltes. Der weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro aus. Um alle nötigen Investitionen auch in Feuerwehren tätigen zu können, wird ein Kredit über eine Million Euro aufgenommen. Für den Verwaltungshaushalt werden 5,9 Millionen Euro gebraucht (nächste Woche mehr dazu).