Viele Flutopfer sind mit der Bürokratie bei der Antragstellung überfordert - Spendenberaterin Judith Liban kann ihnen helfen. Dank einer Spende kann ihr Arbeitsvertrag verlängert werden.

Von Ingo Freihorst

Schönhausen l Noch immer kommen Flutopfer zu Judith Liban, um sich von ihr beim Beantragen von Spendengeldern beraten zu lassen. Die junge Frau aus Kamern ist seit September als Spendenberaterin im einstigen Flutgebiet tätig, finanziert wird ihre Arbeit vom Diakonischen Werk und der ehemaligen Landeskirche. Sprechtage bietet sie dienstags in Klietz, freitags in Kamern und mittwochs in Fischbeck an. Zwischendurch ist sie mobil unterwegs. Jetzt gibt es sogar neue Möglichkeiten für Vermieter und Selbstständige, an Spendengelder zu gelangen. Die gelernte OP-Schwester konnte inzwischen schon einige hunderttausend Euro für private Flutopfer akquirieren.

Nur für ihren Arbeitsplatz sah es nicht so gut aus - ursprünglich sollte der Vertrag zum Jahresende 2013 auslaufen. Da jedoch weiterhin Beratungsbedarf vorhanden war, wurde er bis Jahresmitte 2014 verlängert. Eine großzügige Spende dreier Rotary-Clubs aus Braunschweig ermöglichte nun eine Verlängerung bis zum Jahresende.

6150 Euro von drei Clubs

Immerhin 6150 Euro waren zusammengekommen, berichtete Dr. Henrich Wilckens vom Rotary-Club Braunschweig beim Gottesdienst im Schönhauser Pfarrhaus. Geld gaben auch die Rotary-Clubs "Heinrich der Löwe" und Braunschweig-Richmond - in letzterem arbeitet Gernot von Starck mit, der ebenfalls mit an die Elbe gekommen war. Die Verbindung nach Schönhausen war über den Rotarier Fritz Leffler aus Magdeburg zustande gekommen, vom Rotary-Club der Landeshauptstadt werden die Spenden koordiniert.