Schollene (asr) l Der Bescheid war nach den vorangegangenen Debatten wohl nur noch Formsache, erklärt Schollenes Bürgermeister Armin Wernicke, der von "politischer Verantwortungslosigkeit" spricht. Er hätte sich ein Modell kleiner Grundschulen gewünscht. "Aber auch in der Verbandsgemeinde waren da keine wirklichen Mitstreiter oder Mehrheiten zu erkennen. Auch der Kreistag hat sich bezüglich alternativer Schulmodelle nicht gerade mit Ruhm bekleckert." Wenn Finanzminister Bullerjahn zwar einen Haken hinter die gesparten Personalstellen machen könne, so blieben dem Landkreis die Finanzierung des Schülertransports und der Verbandsgemeinde die Kosten für infrastrukturelle Umsetzung der Reform. "Diese Kosten werden auch für Schollene in Form von Umlagen direkt wirksam und stehen möglicherweise anderen Investitionen entgegen."

Schollene ohne Schule ist für den Bürgermeister noch nicht vorstellbar. "Es wird Zeit brauchen, aber es wird weiter gehen. Wir werden uns neu orientieren und vieles überdenken. Zunächst wird die Schule zur Kita umgebaut. Das hat der Verbandsgemeinderat entschieden. Diese Entscheidung kommt dem Handlungsbedarf entgegen und wird vom Schollener Rat begrüßt. Ich hoffe sehr, dass die Schulküche unter den gegebenen Umständen noch wirtschaftlich betrieben werden kann und erhalten bleibt."