Schollene l Zur Protestaktion versammeln sich Kinder und Erwachsene am morgigen Mittwoch um 16 Uhr auf dem Schulhof. "Für uns die Sache noch nicht erledigt, mit der unverantwortlichen Entscheidung sind wir nicht einverstanden!" reagierte Petra Heinike von der Initiative "Für ein lebendiges Schollene" gestern auf die Veröffentlichung über die von der Landesregierung besiegelte Schließung von 41 Grundschulen im Sommer. Auch Schollene gehört dazu. Der vom Landkreis aufgestellte Schulentwicklungsplan ist damit bestätigt. "Unmöglich, dass das Land die Werte einer kleinen Schule nicht zu schätzen weiß und solche kostbaren Errungenschaften des Lernens und miteinander Lebens auf dem Land einfach auslöscht!" Vom Verbandsrat hätte man sich mehr Mut gewünscht, sich gegen die Vorgaben des Landes zur Wehr zu setzen. Ärgerlich sei, dass viele Fragen beispielsweise zum Hort und zum Busverkehr offen sind. (Mehr dazu am Donnerstag.)

Verbandsbürgermeister Bernd Witt erklärte gestern sein Bedauern, dass die Pläne nun Wirklichkeit geworden sind. "Ich habe vom Land aber auch nichts anderes erwartet. Bisher haben ja immer nur die Zahlen gezählt und nicht die Besonderheiten, die hier bei uns im ländlichen Raum dahinterstehen. Es hätte eine Ausnahme möglich gemacht werden müssen. Wir wollen jetzt versuchen, das Optimale aus der Situation zu machen." Zügig sollen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis solch wichtige Dinge wie der Schülertransport und auch die Einrichtung des Hortes geklärt werden. Ein entscheidender Termin sei am kommenden Sonnabend der Tag der offenen Tür in Klietz. Der Sozialausschuss wird sich mit den Horten befassen und der Verbandsrat muss am 7. Mai dann eine abschließende Entscheidung treffen. Die Mehrheit der Eltern hat sich bisher für den Hort in Schollene ausgesprochen, ebenso der Gemeinderat.

55 Schüler besuchen derzeit die Schollener Schule. Jeweils 14 Mädchen und Jungen lernen in der 1., 2. und 3. Klasse, 13 sind es in der 4. Klasse. Sieben Kinder sollten im Sommer eingeschult werden.