Mit 2,1 Millionen Euro Vermögenshaushalt und 5,9 Millionen Verwaltungsausgaben hat der Verbandsrat den Etat 2014 beschlossen. Knapp eine Million Euro Kredit wird aufgenommen.

Elbe-Havel-Land l Solide und reell ist der Haushalt aufgestellt, resümierte Ratsmitglied Henry Wagner, der auch Bürgermeister der Stadt Sandau ist. "Hier wird an keiner Stelle Geld verschwendet, Kindergärten und Feuerwehren sind nun mal Pflichtaufgaben, denen wir uns zu stellen haben. Natürlich tun die steigenden Umlagen weh, aber wir kommen nicht drumherum." Wieland Reich aus Wust hatte zuvor von Bauchschmerzen gesprochen, die er mit dem Haushalt hat. "Die meisten Gemeinden sind schon verschuldet, jetzt kommt noch mehr oben drauf!" Günter Bähne aus Klietz erklärte, dass die geringen Zinsen für den Kredit zwar nicht weh tun, "aber die Tilgung. Wir dürfen nicht in einer endlosen Verschuldung landen und müssen Maßnahmen überlegen, um Geld zu sparen." Bürgermeister Bernd Witt erklärte dazu, dass beispielsweise in den kommenden Jahren derzeit sehr hohe Ausgaben für Altersteilzeit der Mitarbeiter auslaufen. Für die Neubesetzung der in die Ruhephase ausgeschiedenen Beschäftigten mussten neue Mitarbeiter eingestellt werden, so dass es doppelte Personalkosten gibt. "Die Kommunalaufsicht hat uns für kreditwürdig erklärt. Auch, weil die Objekte, in die wir investieren, zukunftsfähig sind. Bei der Sanierung der Kindergärten und Feuerwehren sind wir hoffentlich in fünf Jahren durch."

Dieses Jahr werden für den Umbau der Schollener Schule zum Kindergarten 470000 Euro gebraucht. Auch im Wuster Kindergarten sind wegen Baumängeln Investitionen nötig, die bis zu 100000 Euro verschlingen könnten. 80000 Euro sind für Sanierungsarbeiten im Sandauer Kindergarten eingeplant.

Die Feuerwehr Fischbeck muss ein neues Tanklöschfahrzeug haben, ebenso die Klietzer Feuerwehr. Außerdem sind in mehreren Orten Feuerlöschbrunnen zu bohren.

Die 2,1 Millionen Euro Investitionsvolumen muss der Verband nicht allein aufbringen. Hierin enthalten sind auch die Hochwasser-Maßnahmen an den Gemeindestraßen, die vom Land vollständig finanziert werden.

Im Verwaltungshaushalt machen die Personalkosten den Löwenanteil aus.

Die Umlage, die die Gemeinden an die Verwaltung zu zahlen haben, liegt bei knapp 2,8 Millionen Euro, die Kreisumlage bei 2,5 Millionen Euro.