Havelberg (as). "Lewida gGmbH" ist der neue Name, unter dem das Blindenförderungswerk Sachsen-Anhalt ab dem neuen Jahr auftritt. Die Abkürzung steht für "Leben wie daheim", einer Abwandlung des Mottos "Leben wie zu Hause", das schon seit Jahren im Mittelpunkt der Arbeit steht. Mit ihrem Nachname hat Lewida nichts zu tun, sagte Sigrid Daheim, Geschäftsführerin des Blindenförderungswerkes, im Gespräch mit der Volksstimme. Lewida klinge nur einfach besser als Lewizu.

Der Name Blindenförderungswerk sei damals bei der Gründung der gemeinnützigen GmbH gewählt worden, weil die Blinden- und Sehbehindertenverbände Sachsen-Anhalt und Niedersachsen die Gesellschafter waren und auch heute noch sind. Doch sind die Bewohner der Wohnparks, die sich in Magdeburg, Dolle, Calbe/Saale, Lostau und demnächst auch in Havelberg befinden, nicht nur für blinde oder sehbehinderte Menschen gedacht, sondern sie geben generell älteren und behinderten Menschen ein zu Hause.

In Havelberg entsteht das nach der betreuten Wohnanlage am Camps das neue Pflegeheim an Stelle des alten Hotels "Stadt Havelberg". Sobald es die Witterung wieder zulässt, gehen die Arbeiten weiter. Ende dieses Jahres soll es fertig sein und 64 Bewohnern Platz bieten. Um die 50 Mitarbeiter sind geplant. Hier gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und einem Bildungsträger zur Vorbereitung der Arbeitskräfte. Im Frühjahr sollen die Schulungen beginnen. Benötigt werden zum Beispiel Präsentationskräfte, die in den Wohnbereichen immer für die Bewohner da sind, mit ihnen Gespräche führen, sich auf ihre Bedürfnisse einstellen, sie betreuen, so Sigrid Daheim.