Die Erhöhung der Tarife im öffentlichen Dienst belastet den Haushalt der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land. Über die Auswirkungen sprach Anke Schleusner-Reinfeldt mit Bürgermeister Bernd Witt.

Volksstimme: Der Haushalt ist gerade beschlossen. Ist eine Tariferhöhung bereits berücksichtigt gewesen?

Bernd Witt: Nein, dieses Jahr nicht. Knapp drei Millionen Euro Lohnkosten sind im Verwaltungshaushalt eingeplant.

Volksstimme: Wieviel Geld mehr wird gebraucht?

Bernd Witt: Es sind knapp 100000 Euro.

Volksstimme: Für wieviele Mitarbeiter?

Bernd Witt: Insgesamt 146. In der Kernverwaltung sind 27 Voll- und auch einige Teilzeitkräfte tätig. Dazu kommen die Erzieherinnen, Hausmeister und alle Angestellten der Gemeinden - zusammen sind das noch einmal 119 Personen. Und es gibt noch 15 Beschäftigte, die sich bereits in der Ruhephase der Altersteilzeit befinden. Weil ihre Stellen überwiegend neu besetzt werden mussten, gibt es bei diesen Dienstposten finanzielle Doppelbelastungen.

Volksstimme: Wo kommen die 100000 Euro her?

Bernd Witt: Das müssen wir sehen. Noch in dieser Woche gibt es Gespräche mit der Kämmerin. Wir müssen nach Einsparpotentialen suchen. Aber das wird äußerst schwierig. Der Haushalt war ohnehin sehr eng gestrickt. Wir wollen und müssen in den kommenden Jahren zusehen, wie wir das Geld vor allem für die grundhafte Ausstattung der Feuerwehren zusammenbekommen können. Bei den Feuerwehren oder auch bei den Kindergärten wird auf keinen Fall gespart!