Schönhausen l Insgesamt 36 kleine Läufer umrundeten am Sonnabendvormittag immerhin 1057 Male die Schönhauser Kirche. Am eifrigsten waren Justin Walther mit 70 sowie John Ehlert und Jannes Rinke mit je 66 Runden. Bei den jungen Damen drehte Marie Kämpfer immerhin 60 Runden ums Gotteshaus.

Für jede Runde dieser Aktion "Kinder laufen für Kinder" gab es von Sponsoren einen Euro, das Geld kommt in diesem Jahr den SOS-Kinderdörfern zugute. In diesen Dörfern, die sich auf der ganzen Welt befinden, leben Waisenkinder, erklärte Organisatorin Berbel Wischer den Kindern vorab. Die Waisen, die sonst sich selbst überlassen wären, finden in den Kinderdörfern ein neues Zuhause.

"Trotz der schlimmen Flut im Vorjahr haben wir wieder viele Sponsoren in Schönhausen gefunden", freute sich die ehemalige Lehrerin, welche im Bismarckdorf bereits den sechsten Lauf dieser deutschlandweiten Aktion organisiert. Die Flut war es auch, welche die Organisatoren zwang, eine neue Strecke zu finden. Denn durch den damals gefluteten und nun gesperrten Park dürfen die Kinder jetzt nicht laufen - viele der Bäume sind nicht standsicher, 300 von ihnen müssen wohl gefällt werden. Danach werden Alleen angelegt, auch Gräben sind zu reinigen und zerstörte Brücken zu sanieren, erklärte Bürgermeister Alfons Dobkowicz, der ebenso wie Landtagspräsidentin Helga Paschke bei der Eröffnung zugegen war.

Beim Start gingen 32 Kinder an den Start, gewertet wurde nach zwei Altersklassen. Bei den Jüngeren liefen auch einige Eltern oder Großeltern zwecks Motivation mit. Nanette Kurze reichte den Läufern zwischendurch Trinkpacks. Da die Aktion über zwei Stunden dauerte, gesellten sich nach und nach weitere Läufer hinzu.

Für jede Runde einen Euro

Bei jeder Aktion wurden in Schönhausen immer jeweils über 1000 Euro für andere Kinder erlaufen. In diesem Jahr war die Runde mit 200 Metern zwar kürzer, aber mit ihrem Gefälle recht anspruchsvoll. Berbel Wischer dankte auch ihren fleißigen Helfern wie Ingrid Poppe, Martina und Dieter Hertel, Carmen Bärmann sowie Nanette Kurze und Gerd Müller. Ursprünglich wurde der Lauf zusammen mit der Aktion "Kunst für Demokratie" veranstaltet - um so Aufmärsche der Rechten zum Bismarck-Geburtstag zu verhindern.

Wer nicht mehr laufen konnte, durfte sich bei Berbel Wischer melden und seine Urkunde in Empfang nehmen. Hier gab es auch Kuchen, den wieder die beiden örtlichen Bäcker gestiftet hatten. Die Gemeinde hatte die Getränke gesponsert.