Mit insgesamt 401 Vorfällen ist das Jahr 2013 im Bereich des Havelberger Revierkommissariats - dieser erstreckt sich von Vehlgast bis Neuermark-Lübars und Schollene - etwas unfallreicher ausgefallen als 2012, in dem 381 Verkehrsunfälle registriert worden sind.

Havelberg l "2013 hatten wir einen ziemlich langen Winter, der sich das ganze erste Quartal und weiter bis Anfang April hinzog", nennt Kriminal-Hauptkommissar Detlef Hoffmann, amtierender Leiter des Revierkommissariats in Havelberg, einen Grund dafür.

Wildunfälle bleiben auf einem hohem Stand

Ein anderer sind die Tiere des Waldes, die immerhin 184 Mal für einen Vorfall mit Kraftfahrzeugen sorgten. Gegenüber 2012 (192) sind die Wildunfälle damit zwar leicht gesunken, machen aber trotzdem noch immer annähernd die Hälfte aller Verkehrsunfälle in der Region aus. So wie seit vielen, vielen Jahren.

Insgesamt sind bei den 401 Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr 33 Personen verletzt worden, davon 15 schwer. Einen im Straßenverkehr getöteten Menschen gab es nicht zu beklagen. "Personenschaden ist oftmals dann aufgetreten, wenn der Unfall auf überhöhte oder auf eine den Straßenverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen war", so Detlef Hoffmann. 29 Mal ist diese Ursache in der Vorjahrsstatistik aufgeführt. Sie wird nur noch vom "Wenden/Rückwärtsfahren" überboten, bei dem sich insgesamt 37 Unfälle ereignet haben. Das Gros davon passierte beim Ein- oder Ausparken, zumeist auf Parkplätzen von Einkaufsmärkten, und hatte nur geringfügigen Schaden zur Folge.

Ungenügender Sicherheitsabstand (23 Mal) und Vorfahrtsdelikte (acht Fälle) folgen in der statistischen Auflistung der Hauptunfallursachen. Der Teufel Alkohol saß sieben Mal mit am Steuer: fünf Pkw-Fahrer, je ein Kleinkraftrad- und Radfahrer. In anderen Jahren ist diese Zahl schon wesentlich höher ausgefallen.

Pkw-Fahrer waren am meisten an Verkehrsunfällen beteiligt, insgesamt waren es 358. Lkw-Fahrer folgen mit 60, Radfahrer mit 12. Motorrad- und Kleinkraftrad-Fahrer sowie Fußgänger tauchen in der Statistik so gut wie nicht auf.

"Unfallschwerpunkte sind 2013 im Havelberger Bereich nicht zu erkennen gewesen", resümiert der Kriminal-Hauptkommissar. Es hätte sich alles verteilt. Auch beim Wild hätte sich kein Abschnitt mit besonders hoher Unfallhäufigkeit abgezeichnet.

Jüngere fallen weniger auf

Interessant ist die Betrachtung der Altersgruppen, die die meisten Verkehrsunfälle verursacht haben. In dieser Statistik haben die 55- bis 60-Jährigen mit 16 schuldhaften Vorfällen die Spitzenposition inne. Es folgen mit jeweils elf Unglücken die Altersklassen von 70 bis 75 Jahren und von 18 bis 21 Jahren. Zehnmal sind Kraftfahrer im Alter von über 75 Jahren schuldhaft in einen Unfall verwickelt worden. Überhaupt nicht aufgefallen sind dagegen die jüngsten motorisierten Verkehrsteilnehmer, die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren.