Bauamtsleiter Ulf Wabbel informierte auf der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses in Kamern über die geplanten Vorhaben in der Verbandsgemeinde.

Kamern l Mit die größten Vorhaben des Schönhauser Amtes - von den Flutschäden mal abgesehen - sind die Um- beziehungsweise Neubauten der Kindertagesstätten in Schollene und Schönhausen. Zu Schollene hatte der Verbandsrat bereits einen Beschluss zur Planung gefasst, der Flachbau der dann leeren Grundschule soll zur Kita umfunktioniert werden.

Unklar ist derzeit, ob das alte Backsteingebäude ebenfalls mit genutzt werden muss, denn die Anzahl der Kinder für den Hortbetrieb wird erst zum Ende des Monats vorliegen. Der Planentwurf wird dann in den Ausschüssen vorgestellt, möglichst zu Ferienbeginn soll mit dem Umbau begonnen werden - so die Überlegungen des Schönhauser Amtes.

Sebastian Heinike wollte wissen, ob es Änderungen in den Planungen gab. Das sei nicht der Fall, antwortete der Amtsleiter. Es werde entsprechend den gesetzlichen Vorgaben geplant und laut pädagogischem Konzept. Er verwies darauf, dass die prognostizierten Zahlen oftmals schlechter seien als die tatsächlichen. Allerdings könne man wegen zehn Kindern nicht noch einen weiteren Raum umbauen.

Für den Um- und Neubau der Kita Schönhausen wolle die Verwaltung versuchen, Fördermittel aus dem Stark-III-Programm zu bekommen. Dazu muss allerdings erst eine Richtlinie erarbeitet werden, im Juni wird es dazu eine Veranstaltung in Magdeburg geben. Ulf Wabbel hofft, 2015 mit dem Bau beginnen zu können. Zudem soll eine Abstimmung mit dem Jugendamt erreicht werden, auch für Schollene.

Unklar ist derzeit, ob man mit den Planungen loslegen kann, ohne dass eine Fördermittelzusage erfolgt ist. - Unter Umständen könnte dann gar kein Geld bewilligt werden. Auch muss vorher eine Demografie-Analyse erstellt werden.

Zur Beseitigung der Flutschäden wurden von der Verwaltung etwa 400 Anträge erarbeitet. Um die 20 davon wurden bislang bewilligt, darunter auch größere Vorhaben wie Brückenbauten. Einige Bescheide galten aber nur Teilabschnitten, hier kann mit dem Bau noch nicht begonnen werden. Ärgerlich sei für ihn, dass bisher noch nicht viel getan werden konnte.

"Uns als Bauamt werden mehr und mehr unsere Grenzen aufgezeigt - in nur drei Jahren sind all diese Maßnahmen nicht zu schaffen", erklärte Ulf Wabbel. Die Verwaltung wird darum drei zusätzliche Kräfte einstellen, auch das ist förderfähig - die Details werden derzeit erarbeitet.

Rathaus wird sehr teuer

Eine neue Förderrichtlinie gibt es zu Sofortmaßnahmen nach der Flut wie Aufräumarbeiten sowie Personal- und Sachkosten - hierzu werden vier Anträge erarbeitet. Eventuell wird auch der Termin zur Meldung der Schäden verlängert, jetzt ist es der 30. Juni.

Zum stark sanierungsbedürftigen Sandauer Rathaus kam die Information, dass dazu bis Juni Anträge zur Förderung über die Dorferneuerung erarbeitet werden. Die Finanzierung könne aber nur über Drittmittel erfolgen - also Fördergeld und Spenden. Dennoch verbleibe der Stadt Sandau eine enorme Summe als Eigenanteil.