Die schon lange reifenden Pläne, aus dem alten Schönhauser Schule (einst Bismarck-Gut) ein Bürgerzentrum zu machen, werden jetzt in die Tat umgesetzt. Noch kurz vor Jahresfrist begann eine Firma, die oberste Etage des altes Hauses zu entkernen.

Schönhausen. Staub wirbelt durch die Luft. Der Fußboden ist bedeckt mit Dämmwolle, Hammerschläge dröhnen und die Säge kreischt. Dass unter dem Dach des altehrwürdigen Hauses bis Mitte der 90-er Jahre Chemie, Physik und Biologie unterrichtet wurde, kann man nur noch erahnen. Die gesamte oberste Etage wird entkernt, der Zwischenboden zwischen Dachgeschoss und Dachboden verschwindet, außerdem die Deckenschrägen. "Wir legen den gesamten Dachstuhl frei", erzählt Egbert Schramm, dessen Firma mit dem Entkernen beauftragt ist. Nur die statisch wichtigen, tragenden Wände bleiben stehen. Bis Ende Januar werden die Dachdecker damit noch zu tun haben. In welchem Zustand das Holzgerüst ist, beurteilen Fachleute. "Auf den ersten Blick sind bisher keine ganz großen Schäden zu erkennen. Aber so ein altes Gebäude birgt immer Überraschungen, so dass man jetzt noch nicht viel sagen kann", wirft Egbert Schramm einen prüfenden Blick auf das Holz.

Die Verwaltung der Verbandsgemeinde, die einen großen Teil des Hauses beziehen wird, bereitet jetzt den Bauantrag vor. Ab Frühling soll das Gebäude grundlegend saniert werden. Dafür gibt es Fördermittel und die Gemeinde hat einen Kredit aufgenommen. Die Wände sind trockenzulegen, das große Dach neu zu decken, Fenster und Türen zu erneuern... Und auch innen ist viel zu tun, damit bis Frühling 2012 aus den Klassenzimmern Büros und Arztpraxis werden. Erhalten bleibt die Stuckdecke in dem Raum, der zuletzt als Schulmuseum diente und Standesamt werden soll. Auch ein Fahrstuhl wird eingebaut.

 

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