Klietz (ifr). Eine große Palette Mehrkammersteine steht auf dem Klietzer Bauhof. Doch werden damit keine Gebäude errichtet – vielmehr sind es Unterkünfte für Fledermäuse. Das Geld für den Kauf dieser Palette erhielt Joachim Steinborn, der sich in der Region um diese Tiere kümmert, kürzlich von der Naturschutzbehörde des Landkreises. Die jeweils 14 Kilo schweren Steine werden mit einem Stahlband an den Decken der alten Bunker auf dem Übungsplatz befestigt, die nun als Winterquartier dienen.

Brandenburger Naturschützer haben mit den neuen Unterkünften schon gute Erfahrungen gesammelt. Der Klietzer hofft, dass ihm beim im Frühjahr geplanten Anbringen wieder das Servicecenter der Bundeswehr behilflich ist. Denn auch im Vorjahr war die Einrichtung behilflich, so beim Einbau von Langlochziegeln in den Fledermaus-Quartieren. Dafür geht ein großes Dankeschön vom Klietzer an alle Helfer und Sponsoren.

Immerhin 380 künstliche Fledermaushöhlen betreut er mit seiner Frau auf dem Klietzer Platz, im Schnitt werden auf dem Areal neun Arten registriert. Darunter auch die seltene Mopsfledermaus. Eine Vorkontrolle der drei Winterquartiere ergab, dass sich dort 99 Tiere aufhalten – darunter Fransen-, Wasser-, Teich- und Mopsfledermaus. Letztere fliegt sogar bei Minusgraden.