Kuhlhausen l Worauf die meisten Kuhlhausener viele Jahre gehofft hatten, wird nun endlich wahr: Auch ihre bereits arg holprige Ortsdurchfahrt wird jetzt asphaltiert. Das alte Kopfsteinpflaster hat endlich ausgedient, durch die Erschütterungen des immer mehr zunehmenden Schwerlastverkehrs hatten viele Häuser schon Risse bekommen. Jetzt ist die Straße unpassierbar, quasi ein Feldweg.

Knapp 740 Meter der durch Kuhlhausen führenden Landstraße 2 werden von einer Baufirma aus Steckelsdorf mit einer sechs Meter breiten Asphaltschicht überzogen, informierte die Landesstraßenbaubehörde als Bauherr. Die Arbeiter aus dem Brandenburgischen kennen sich im Quappenwinkel sicher schon gut aus, hatte die Firma doch zuvor schon in Garz und Warnau die Ausschreibung für den Straßenbau gewonnen.

Zwei Bauabschnitte

Gebaut wird in Kuhlhausen in zwei Bauabschnitten. Der erste - er ist etwa 500 Meter lang - erstreckt sich vom Ortsausgang nach Garz bis zur Feuerwehr. Ein Bagger nahm mit der Siebkelle die Pflastersteine raus, danach folgten die alten Borde und die Gosse.

Der innerörtliche Verkehr wird um die Kirche herum umgeleitet, was per Ampelregelung erfolgt. Für den überörtlichen Verkehr ist der Havelwinkel seit Monatsbeginn gesperrt, umgeleitet wird über Kamern, Wulkau und Sandau.

In der Straße werden im Zuge der Sanierung auch Entwässerungsleitungen eingebaut, an den Rändern werden Gräben angelegt und profiliert. Der neue Gehweg und die Parkflächen werden mit Betonsteinpflaster befestigt, die Busbucht wird ebenfalls erneuert. Weil sie sehr nah an der Straße steht, muss die Friedhofsmauer abgerissen und etwas zurückversetzt neu errichtet werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 831000 Euro. Die Finanzierung erfolgt über Fördermittel der Europäischen Union in Höhe von 422000 Euro, der Anteil des Landes Sachsen-Anhalt beträgt 210000 Euro und der Eigenanteil der Stadt Havelberg für die Nebenanlagen liegt bei 198000 Euro.

Mit dem Straßenbau durch den Havelwinkel wurde 1901 von Rehberg aus begonnen.