Hohengöhren (asr) l Eine personelle Überraschung für viele Jäger und Landeigentümer gab es am vergangenen Freitag auf der Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Hohengöhren. Nach vier Jahren waren die Mitglieder in der Gaststätte "Braunschweig" aufgerufen, einen neuen Vorstand zu wählen. Als der Vorsitzende und Versammlungsleiter Arnold Bausemer allerdings den Tagesordnungspunkt 11 aufgerufen hatte, hieß der Kandidat für die Wahl zum zweiten Vorstandsmitglied erstmals nicht Richard Bollmann. "Ich möchte mich im Namen aller Anwesenden für deinen Einsatz in den letzten 22 Jahren recht herzlich bedanken", sagte Arnold Bausemer unter dem Beifall der Mitglieder und Gäste. Dass Richard Bollmann aus Altersgründen nicht mehr kandidieren wolle, sei zwar bedauerlich, aber auch verständlich. "Wir wissen ja, dass wir uns bei Fragen immer an dich wenden können und werden diese Gelegenheit mit Sicherheit gerne wahrnehmen", erklärte Arnold Bausemer. Der 60-Jährige war kurz zuvor im Amt des Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft bestätigt worden. Ihm zur Seite steht zukünftig als Vorstandsmitglied Sandra Rümschüssel. "Wir freuen uns, dass wir die junge Frau zur Mitarbeit im Vorstand gewinnen konnten. Gemeinsam mit Iris Schütte als Kassiererin und den Prüfern Christian Dettmering und Gernot Quaschny sind wir für die Zukunft gut aufgestellt."

Gernot Quaschny war es dann auch, der den Bericht über das vergangene Jagdjahr zu halten hatte. Dabei wurde deutlich, dass durch das Hochwasser der Tierbestand in der Gemarkung Hohengöhren stark verringert wurde. Gerade das Rehwild sei besonders stark betroffen gewesen, weshalb die Untere Jagdbehörde des Landkreises hier auch den Abschuss bis auf Weiteres ausgesetzt hat. "Derzeit ist noch nicht abzusehen, wie lange es dauert, bis sich wieder ein den vorhandenen Äsungsbedingungen angepasster, gesunder Wildbestand wie vor dem Hochwasser im Revier einstellen kann", erklärte der Jäger. Aus diesem Grund hatten die Mitglieder der Jagdpächtergemeinschaft Hohengöhren auch den Antrag gestellt, den geschuldeten Pachtzins für das Jagdjahr 2014 erlassen zu bekommen, weil das Jagen nahezu unmöglich gewesen sei. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.