Die Havelberger Wohnungsgenossenschaft "Solidarität" (HWG) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück. Wie in den Vorjahren wurden wieder zahlreiche Bauvorhaben zum Wohl der Mitglieder und Mieter verwirklicht. Geschäftsführer Jürgen Kerfien und seine Mitarbeiter haben dabei immer ein offenes Ohr.

Havelberg. In der Cotheniusstraße wurden 17 neue Balkone an die Wohnblöcke angebaut. "Über diese Baumaßnahme haben sich die Bewohner sehr gefreut. Zur Werterhöhung der Wohnungen investierten wir in diesem Bereich 7 500 Euro pro Balkon", rechnet Geschäftsführer Jürgen Kerfien vor. Nicht nur die Mieter zeigen sich zufrieden, sondern auch die Spaziergänger erfreuen sich daran. Denn die Neubaublöcke, die noch aus DDR-Zeiten stammen, sind zum Hingucker geworden.

Spielplatz wird angelegt

Im Bereich der Breite Straße 10 bis 22 – hier wurden in den zurückliegenden Jahren die Wohnblöcke von sechs auf vier Etagen zurückgebaut – sind die hinteren Bereiche jetzt eingezäunt. "Wir haben Bäume gepflanzt und dieses Jahr entsteht ein Spielplatz für die Kinder", kündigt Mitarbeiter Detlef Leppin an.

An einigen Balkonen in der Breite Straße wurden auch Satellitenanlagen zum HD-Fernsehempfang angebaut. Im Birkenweg erhielten die Kellerräume in zwei Liegenschaften neue Fliesen.

"Im vergangenen Jahr haben wir etwa 550 000 Euro für Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten ausgegeben. Wir können nicht alles mit einmal erreichen, aber Schritt für Schritt kommen wir gut voran und wir versuchen, die Arbeiten auch zügig zu erledigen, damit die Einschränkungen für unsere Mieter nicht zu lange dauern", meinte der HWG-Chef.

Für dieses Jahr hat sich die Genossenschaft, die 2008 ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, wieder einiges vorgenommen. Darunter auch ein Großprojekt, das in Kürze startet: "Die Wohnungen in der Breiten Straße 23 bis 27 sollen ab März umgebaut werden. Sie sind dann barrierefrei und die Balkontüren befinden sich auf dem gleichen Niveau wie der Wohnraum. Wir beabsichtigen, 60 nutzerfreundliche Wohnungen zu schaffen, die mit Wohnungen im Parterre gleichzusetzen sind. Dazu werden die Aufgänge zu den Wohnungen mit einem Aufzug versehen, um den Mietern das Treppensteigen zu ersparen", begründet Jürgen Kerfien. Fast eine Million Euro kostet der Anbau der Aufzüge, die von außen an die Fassade angebaut werden. Für die Instandsetzung der Fassade, die Fugendämmung an den Außenwandplatten, für Fenster, Malerarbeiten und die restlichen Arbeiten sind weitere 500 000 Euro eingeplant.

Mieter freuen sich

Um den derzeitigen und auch künftigen Mietern zu zeigen, was beim Umbau und der Modernisierung passiert, lud die HWG im Oktober zu einem Schautag in die Breite Straße 23 ein. Zwei Wohnungen – eine 56 Quadratmeter und eine 72 Quadratmeter große – waren hier schon fertiggestellt. Zahlreiche Besucher konnten sich davon überzeugen, wie alles einmal aussehen soll. Überraschte und staunende Gesichter konnte man damals beobachten. Detlef Leppin musste auch mal seinen Zollstock aus der Tasche holen, da die ersten Interessenten schon gedanklich ihre Möbel stellten.

Noch im Januar gibt es eine Anwohnerversammlung, auf der der Bauablauf und Fragen dazu besprochen werden. "Wir wollen keine Luxusappartements bauen, denn die kann keiner bezahlen. Zur Verbesserung der Wohnqualität werden wir aber für unsere Mieter Wohnungen schaffen, die nutzerfreundlich und bezahlbar sind", versicherte Jürgen Kerfien.

Die Bauarbeiten in der Breite Straße 23 bis 27 sollen am 30. Juni abgeschlossen werden. "Für Reparatur- und Verschönerungsarbeiten sowie für die Modernisierungen weiterer Wohnungen stehen noch zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Wir werden im Jahr 2011 etwa 1,3 Millionen Euro zum Wohl unserer Mieter und Mitglieder ausgeben."

 

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