Seit nunmehr zehn Jahren haben erwachsene Hobbymaler, die sich weiterbilden möchten, in Schollene einen Anlaufpunkt: Christine Kowalkowski unterrichtet sie im Zeichnen und Malen.

Schollene l Mit dem Gestalten von Kalenderblättern hatte alles angefangen, die 26 Schüler der Volkshochschulklasse saßen in ihrem Domizil in der Grundschule auf viel zu kleinen Schulmöbeln. Großes Thema war damals die Landschaftsmalerei, wegen der regen Beteiligung musste der Kurs geteilt werden. Mit dem Flur des Seniorenwohnparks fanden die Maler sogar einen Ausstellungsraum.

"Diese Vernissage ist der Abschluss einer zehnjährigen Zusammenarbeit und zugleich ein Neuanfang", erklärte Christine Kowalkowski. Die Kurse hatten es bewiesen: Zeichnen und Malen kann man lernen. Die 20 Schüler der Volkshochschulklasse stammen aus allen Schichten, aus verschiedenen Orten und Altersklassen - aber es vereint sie die Freude am gemeinsamen Hobby, dem Malen.

Pro Maler nur ein Bild

Diesmal, zur Jubiläumsausstellung, wurde je Schüler nur ein Bild auserkoren. Das Motto lautete "Zehn Jahre im Quadrat", also entstanden quadratische Bilder. Alle Hobbymaler entschieden sich für das Format 50 mal 50 Zentimeter, was die Lehrerin als ein weiteres Zeichen der Harmonie deutete. Die Ausstellungsorganisation lag diesmal vollkommen in den Händen der Klasse, im Vorfeld gaben sie sich untereinander Hinweise und Tipps zu den Bildern. Themen, Kompositionen oder Techniken - nichts wurde diesmal vorgegeben.

"Da erkennt man, dass sich die zehn Jahre gelohnt haben", freute sich Christine Kowalkowski bei der Vernissage im Seniorenwohnpark. Die Arbeit für die Ausstellung ruhte auf vier Säulen, ergänzte sie: Dem Vermitteln von Grundwissen zu den Maltechniken, dessen Anwendung in der Praxis, dem Spaß und der Freude am gemeinsamen Hobby sowie der Kommunikation miteinander.

Traditionell werden zum Abschluss auch immer hübsch gestaltete "Zeugnisse" an die Schüler verteilt. Diese bekamen auch jene Hobbymaler, die seit Anbeginn bei den Schollener Kursen mit dabei sind: Claudia Tannhäuser aus Schönhausen, Karin Wesche und Astrid Schulz aus Schollene, Simone Tarra aus Rathenow sowie der Klietzer Walter Springer.

Ein Präsent in Form einer Collage erhielt auch Einrichtungsleiterin Marika Jaworsky als Gastgeberin, sie ist seit einigen Jahren im Kurs ebenfalls immer mit dabei. Im Treppenhaus hing zudem ein Transparent, die einzelnen Buchstaben waren mit Ornamenten versehen. - Das sei ein Hinweis auf den bevorstehenden Kurs, der im Herbst beginnen soll. Thema ist dann die Tangele-Technik, also das ornamentale Gestalten.

Der Kurs kann allerdings nur starten, wenn er dann auch wieder ein Domizil besitzt. Denn die Grundschule wird bald geschlossen und zur Kindertagestätte umgebaut. "Die Kita sollte dann wenigstens so gut ausgerüstet sein, dass sie auch einen Kreativraum besitzt", hoffte Christine Kowalkowski. Sonst ist mit den Kursen Schluss.