Havelberg l Wenn sie in einem Feuerwehrauto Platz nehmen oder gar mitfahren dürfen, sind Kinder immer begeistert. Das zeigte sich am Sonnabend beim großen Havelberger Osterfest im Modellsportzentrum, als die Havelberger Feuerwehr Technik zum Anfassen bot. Mitglieder der Jugendwehr berichteten über ihre Arbeit. Dazu gehörten zum Beispiel Lea und Brian.

Künftig soll es in der Havelberger Feuerwehr auch eine Kinderwehr geben, kündigte Jugendwart Maik Rohrschneider an. Zum 1. Juni soll es soweit sein. "Wir wollen den Nachwuchs für unsere Feuerwehr noch eher fördern", nennt der Jugendwart den Grund. Oft schauen Kinder bei ihm vorbei und wollen gern in der Jugendwehr mitarbeiten. Doch das ist erst ab einem Alter von zehn Jahren möglich. "Dann ist es aber oftmals zu spät. Wenn ich Jüngere erstmal wegschicken musste, kommen sie nicht wieder", sagt Maik Rohrschneider.

Seit Jahren schon will er eine Kinderwehr gründen, weil das Interesse daran groß ist. Mit Stefan Keller hat er nun jemanden gefunden, der die Leitung übernehmen wird. Dafür wird er noch eine Ausbildung absolvieren. In der Kinderwehr können dann Mädchen und Jungen ab einem Alter von sechs Jahren mitwirken.

Unterstützung bekommt Stefan Keller von Madeleine Nowak, der Mutti von Lea. Sie findet die Arbeit der Jugendwehr, der zurzeit 17 Mitglieder angehören, sehr gut und will die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr unterstützen. Öfter hat sie die Jugendwehr schon begleitet.

"Wir machen hier tolle Teamarbeit, helfen uns gegenseitig", sagt Lea, warum sie gern in der Jugendwehr ist. Die fast Zehnjährige hat schon ihre Erfahrungen gemacht, wie es ist, auf andere zu vertrauen. Beim Abseilenüben hatte sie zunächst Angst. "Aber es hat richtig Spaß gemacht", findet sie im Nachhinein. Denn sie konnte sich auf die anderen Mitstreiter verlassen.