Havelberg (mr) l Die Klagen von Schülern, Lehrern und Eltern über Geruchsbelästigungen im Schulzentrum Havelberg dauern an - und sie führen zu erneuten Messungen. Das erklärte Landrat Carsten Wulfänger am Donnerstagabend vor dem Kreistag in Stendal. Wulfänger berichtete, dass nach der Renovierung im Frühjahr 2012 schon bald die ersten Beschwerden eingegangen seien.

Doch die ersten Tests und Gutachten hätten diese als unbedenklich eingestuft. In diesem März hatte aber die Lehrerschaft die Forderung einzelner Schüler und Lehrer bekräftigt. Nunmehr werde ein weiteres Institut mit der Prüfung beauftragt, kündigte der Landrat an.

Unterdessen ist ein Raum bereits vom Schimmel befallen, da dort das Dach undicht ist. Dieser wird jetzt ebenso renoviert wie der Musikraum. Dort hatten Bauarbeiter das neue Linoleum einfach auf dem alten PVC-Boden verlegt. Beide Materialien vertragen sich jedoch nicht, räumte Wulfänger vor dem Kreistag ein. Der Boden soll nunmehr in diesem Jahr herausgerissen werden.

Günter Bartels (Linke) bohrte indes nach. Er verwies darauf, dass einzelne Schüler wegen der Gerüche bereits im Krankenhaus hätten behandelt werden müssen. Die Seriosität des ersten Gutachtens zweifelte er an, da es von dem Bauunternehmen in Auftrag gegeben worden ist, das für die Schäden verantwortlich sei. Nun müssten "unabhängige Fachleute ran", forderte der Havelberger. Wulfänger pflichtete dem bei und versprach, dass notwendige Arbeiten dann während der Sommerferien in dem hauptsächlich vom Gymnasium genutzten Gebäude erledigt werden sollen.