Am 13. Juni des Vorjahres erreichte das Wasser aus Fischbeck Kamern und setzte auch das Grüne Haus am See einen Meter unter Wasser. - Am Sonnabend sagten Stefanie und Andy Wischer allen Helfern in der schweren Zeit Dankeschön.

Kamern l Bereits in den Tagen vor der Flut waren viele Helfer zum Ausräumen gekommen, das Mobiliar kam in der alten Schule unter, blickte Stefanie Wischer zu Beginn der Eröffnungsfeier zurück. Zwischendurch rückten sie ab, um am Deich zu helfen.

Das Wasser stand zwei Wochen lang etwa einen Meter hoch, der Anblick danach war nur schwer zu verkraften. - Das gerade erst komplett durchsanierte Haus war erneut ein Sanierungsfall. Zuerst wurden die nassen Fußböden herausgerissen. Statt ihrer bedeckt nun Gussasphalt den Boden, auch der große Raum ist wieder hübsch anzuschauen - eine Fensterwand bietet nun einen tollen Blick auf den See.

Der Strom der Helfer in den Wochen nach der Flut riss nicht ab. Besonderer Dank galt den Jugendlichen des Kirchenkreises, die zwei Wochen lang Wände und Böden abbrachen und eine neue Lagerfeuerstelle zimmerten. Sogar aus Berlin oder Polen kamen Freunde und Kollegen, um zu helfen, aber auch aus den Haveldörfern oder den alten Bundesländern. Peter Busse aus Sandau startete mit seinen Freunden vom Fledermauscamp einen extra Arbeitseinsatz. Ein Dank ging auch an Bürgermeister Klaus Beck oder den Garzer Landwirt Jens Köpke, sie halfen mit Technik oder leiteten Helfer weiter. Kathrin und Andreas Gierke kochten Essen, zeitweise bis zu 40 Portionen. Und auch die Handwerker waren sehr emsig und schauten nicht auf die Uhr. Jetzt sei alles schöner als zuvor, freute sich die Rednerin.

Bis auf die Umweltwerkstatt und die Außenanlagen ist wieder alles hergerichtet, zwölf Zimmer wurden saniert und bieten bis zu 30 Gästen Platz. Was das Haus so alles bietet, konnten die Kinder gleich testen: Sie filzten, bemalten Steine und mikroskopierten.

Bilder