Warnau/Garz/Kuhlhausen l Der Bau des Havelradweges auf dem Territorium der Einheitsgemeinde Havelberg steht kurz vor seiner Vollendung. Im Havelwinkel werden letzte Arbeiten daran erledigt, etwa Mitte Mai soll alles fertig sein, informierte Ines Birkholz aus dem Havelberger Bauamt auf Nachfrage.

Wall ist nun breiter und standsicherer

In der Nähe von Garz steht ein Bagger der Stendaler Firma Matthäi auf dem Haveldeich, er profiliert den Schutzwall, auf dessen Krone nun der neue Radweg entlangführt. Die Höhe des Deiches wurde für den Bau ausnivelliert, einige Bereiche wurden dadurch sogar etwas flacher. Jedoch ist der Wall nun breiter als zuvor - und damit standsicherer.

Vom Strauken in Kuhlhausen bis nach Garz führt der neue Weg, insgesamt sind die drei Bauabschnitte 3,5 Kilometer lang. Teils verläuft der 2,5 Meter breite Weg auch straßenbegleitend. Nach dem Auskoffern wurde eine 35 Zentimeter starke Frostschutzschicht aufgetragen, danach folgte die im Schnitt acht Zentimeter starke Bitumendecke. Mit dem Aushub wurde der Deich anschließend profiliert. Begonnen worden war mit dem Bau schon im Vorjahr, dann folgte die Winterpause.

Gebaut wurde auch zwischen Garz und Warnau, hier war der Abschnitt knapp 1,5 Kilometer lang. Der Radweg zweigt in Garz in der Schleusenstraße ab, führt durch die Feldmark und bindet kurz vor der Koppel an die Landstraße nach Warnau an. Den Teil bis nach Warnau stellte die Firma Strabag aus Solpke bei Gardelegen bereits im Vorjahr fertig, er ist aus Asphalt. In der Feldmark wurden hingegen Betonspurbahnen verlegt. Jetzt werden noch die Bankette angelegt.

Weil wegen der Flächenversiegelungen ein Ausgleich für den Naturschutz erfolgen muss, wurden rings um Warnau zwei Streuobstwiesen und Hecken angelegt. Zudem wurde ein alter Melkstall abgerissen - dadurch wurde wieder eine Fläche entsiegelt.