Sandau l Etwas größer geworden ist nun der Raum im Dachgeschoss des Sandauer Pfarrhauses, in dem sich die evangelische Jugend jeden zweiten Freitagabend trifft. An den Wänden leuchtet neue Farbe, ein weiser Spruch ziert eine Schräge: "Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler machen zu können." Fehler wurde mit "V" geschrieben, mit Absicht - soll ja ein Fehler sein.

Saniert wurde von den Jugendlichen natürlich alles in Eigenregie. "Den Anstoß hatten Fluthelfer aus Baden-Württemberg gegeben, sie hatten uns 1500 Euro für die Jugendarbeit gespendet", blickte Gemeindepädagoge Andreas Gierke aus Kamern zurück. Von dem Geld sollte etwas Bleibendes geschaffen werden, waren sich die Christen einig. Im Februar reiften die Pläne: Farbe wurde gekauft, energiesparende Beleuchtung sowie ein Beamer. Im März wurde dann mit dem Malern begonnen, insgesamt 25 Jugendliche hatten mit angepackt.

Das Zimmer, in dem einst Tabea Breit gewohnt hatte, kam noch hinzu, hierhin können sich die Jugendlichen nun bei Bedarf zurückziehen, etwa zur Andacht. Eine Durchreiche soll noch eingebaut werden, so könnte dort auch eine Saftbar eingerichtet werden. Große Kissen liegen hier schon, eine Wand blieb als Projektionsfläche für den Beamer weiß.

Tisch aus alten Paletten

Im großen Raum stehen Tischtennisplatte sowie Billard- und Kickertisch. Ein Tisch ist noch in Arbeit, er wird aus ausgedienten Paletten ebenfalls selbst hergestellt. Hier probt auch die kirchliche Jugendband "Die Experten" in wechselnder Besetzung. Besucher kommen nicht nur aus Sandau, sondern auch aus Kamern, Wulkau und Kuhlhausen. Ab 18.30 Uhr ist immer Treff. Es wird gemeinsam gekocht und gegessen, es gibt Spiel und Spaß sowie Gespräche über Gott und die Welt.