Die Rettungsstelle im Havelberger KMG-Klinikum ist umgezogen: Ab sofort ist sie nicht mehr im Erdgeschoss im Ambulanzbereich zu finden, sondern in der Intensivstation.

Havelberg l "Rettungsstelle" lautet die landläufige Bezeichnung für jenen Raum im Havelberger Klinikum, in dem alle neuen Patienten begutachtet, beurteilt und erstversorgt werden. Also auch jene, die nicht unbedingt ein Notfall sind. "In der Notaufnahme wird entschieden, ob der Patient wieder gehen kann oder aber stationär versorgt werden muss", erklärte Dr. Peter Hoffmann, Chefarzt und leitender Arzt des Klinikums.

Dieser Raum mit der gesamten dazu erforderlichen Medizintechnik ist ab sofort nicht mehr im Ambulanzbereich neben der Rezeption zu finden, sondern im hinteren Gebäude in der Intensivstation untergekommen. Das hat den Vorteil, dass Schwestern und Ärzte im Notfall keine langen Wege mehr zurücklegen müssen, hier ist zudem rund um die Uhr immer jemand vor Ort.

Das Labor befindet sich gleich daneben und auch zum Röntgenraum ist es nicht weit. Im Flur vor der Station wurde ein Wartebereich mit Sitzbänken eingerichtet, beispielsweise für die Angehörigen. Natürlich ist der Raum auch über einen Aufzug zu erreichen, diesen werden dann unter anderem die Rettungssanitäter für Notfälle nutzen.

Der Umzug erfolgte am Dienstag, in der Mittagszeit kam bereits der erste Patient, berichten die Notaufnahmeschwestern Annett Pahlke und Christine Lück.

Rezeption hat länger auf

Die Betten der Intensivstation wurden von sechs auf vier reduziert, somit konnte die Notaufnahme in den frei gewordenen Raum einziehen. Auch in anderen Krankenhäusern befinden sich beide Bereiche nebeneinander, das ist effektiver. Muss ein Patient in die Notaufnahme, wird er von einer Schwester dorthin begleitet, der Weg ist aber auch mit roter Schrift ausgeschildert. Das Klinikum wartet zudem mit einer weiteren Änderung auf: Die Rezeption - wo sich jeder Patient anmelden muss - ist bis 20.30 Uhr geöffnet, da die meisten Notfälle ohnehin am Nachmittag oder abends eintreffen, informierte Verwaltungsdirektorin Diana Möller.