Nitzow (wma) l 14 Hähne gingen gestern früh in Nitzow beim traditionellen Hähnekrähen, ausgerichtet vom Rassekaninchenzuchtverein G 914, an den Start. Das Reglement schreibt vor, dass nicht der Eigentümer die Weckrufe seines Hahns zählen darf, sondern ein anderes Vereinsmitglied. Wer einen Pokal haben wollte, der musste hoffen, dass sein Hahn innerhalb einer Stunde so oft wie möglich von sich hören lässt. "Wobei mit ,Krähen` ein richtiges ,Kikeriki` gemeint ist. Ein ,Gök-Gök` wird nicht gewertet", machte der Vereinsvorsitzende Klaus Gericke deutlich. Dabei krähen Hähne gar nicht, wissen die Fachleute - sie rufen! Ob nun krähen oder rufen, ein hörenswertes Spektakel ist das Wettkrähen allemal. Daher hatten sich auch einige Zuhörer eingefunden. Wer den Schnabel gar nicht auf macht, zählt zu den Verweigerern und bekommt auch einen Pokal als "umweltfreundlichster Hahn". Auch in diesem Jahr musste das Los entscheiden, denn es gab tatsächlich zehn "Sprachlose". Das Federtier von Fritz Olboeter wurde als ruhigster Vertreter ausgelost. Bei der großen Anzahl der Verweigerer dachte Klaus Gericke scherzhaft darüber nach, das Hähnekrähen in Hähnetreffen umzubenennen.

Die größten Schreihälse kamen auch auf vergleichbar wenige Weckrufe. Der Hahn von Horst Gazinski sicherte sich mit 74 Rufen den ersten Platz. Zweiter wurde der gefiederte Freund von Leon Sydow mit 48 und Dritter der Hahn von Burkhard Brüggemann mit 30 Weckrufen.