Bevor die Schönhauser Feuerwehrleute den Dorfbewohnern wieder einen schönen Nachmittag am Gerätehaus boten, standen sie im Mittelpunkt des Gottesdienstes, in dem noch einmal an den Juni 2013 erinnert wurde.

Schönhausen l Am 1. Mai ist es seit ein paar Jahren Tradition, dass Thomas Roloff zum Feuerwehr-Gottesdienst in der Kirche willkommen heißt. "Noch einmal blicken wir zurück auf das vergangene Jahr, das für unsere Feuerwehr in ihrer 120-jährigen Geschichte das wohl einsatzreichste gewesen ist. In der Nacht zum 10. Juni brach bei Fischbeck der Deich und eine Katastrophe nahm ihren Lauf, wie sie wohl niemand von uns zu seinen Lebzeiten für möglich gehalten hatte. Alle Mühe und die Anstrengungen, die in den vorangegangenen Tagen unsere Feuerwehrleute und auch viele freiwillige Helfer auf sich genommen hatten, schienen vergeblich gewesen zu sein. Das Wasser kam und verwüstete unseren Landstrich. Viele von uns verloren ihr Zuhause. Niemand, der die Nacht der Evakuierung erlebt hat, wird diese Stunden jemals vergessen. Tage bangen Wartens schlossen sich an. Wann würde man zurückkommen, und was erwartete einen dann? Eine bedrückende Stimmung lag über unserem Dorf, als nach dem Rückgang des Wassers das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar wurde." Noch lange sei nicht alles wieder gut und viele Verluste seien nicht zu ersetzen. "Ihr, die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, habt euch im vergangenen Jahr als noch verlässlicher gezeigt, als das in den vielen Jahren zuvor bereits der Fall gewesen ist."

Mit diesen dankenden Worten im Kopf machten sich die Kameraden an die Arbeit, um ihren Gästen zum Tag der offenen Tür ein paar schöne Stunden am Gerätehaus bieten zu können. Zunächst gab es zum Mittagessen Deftiges, später Süßes vom Küchenbüfett. Für Unterhaltung sorgte die Kinderwehr mit dem Märchen "Schneewittchen und die sieben Lösch-Zwerge". Für die Mühe beim Kulissenbau, bei der Kostümauswahl und für ihre Spielfreude wurden die Akteure mit Applaus belohnt.

   

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