Besuch von Kindern aus seiner Elbestadt hat Sandaus Bürgermeister Henry Wagner vor einigen Tagen erhalten. Die Gruppe hatte sich für ihr Vorsprechen im Dienstzimmer des Stadtoberhauptes extra einen Termin geben lassen.

Sandau l Jakob und Melina Müller, Aaron Frank, Devin Miles Milchert, Felix Buchholz, Sophie Horn und Marcel Schulenburg kamen stellvertretend für alle Kinder der Stadt im Grundschulalter "und weiter bis zu 13, 14 Jahren", wie sie sagten. Für Henry Wagner hatten sie einen ganzen Stapel Briefe mitgebracht, die von ihnen und von anderen Kindern geschrieben worden waren. In allen ging es um zwei große, die Mädchen und Jungen bewegende Themen. Zum einen um den Spielplatz hinter der Schule und zum anderen um einen Ort in der Stadt, an dem sie sich in ihrer Freizeit treffen können. Denn einen Jugendklub gibt es in Sandau seit einigen Jahren nicht mehr.

"Die alte Kaufhalle würde sich doch zum Beispiel gut als Jugendtreff eignen", schlugen die Kinder dem Bürgermeister vor. Der Innenraum müsste dafür nur entsprechend hergerichtet werden. "Ich sehe, ihr habt euch über einen Treffpunkt schon richtig gute Gedanken gemacht", fand Henry Wagner nach dem Lesen der Briefe. "Doch die alte Kaufhalle steht dafür leider nicht zur Verfügung. Denn sie gehört nach wie vor dem Vario-Kauf", erklärte er seinen jungen Gästen. Und machte ihnen einen anderen Vorschlag: "In Absprache mit unserem Sportverein TuS Sandau seid ihr alle montags und freitags zum Badminton und mittwochs zum Fußballspielen in unserer Sporthalle willkommen." Außerdem versprach er sich dafür einzusetzen, "dass ihr eventuell auch das Foyer der Sporthalle für Spiele, zum Musikhören und für andere Beschäftigungen nutzen könnt". Allerdings hänge das in entscheidendem Maße vom Personal in der Sporthalle, das dann auch die Betreuungsaufgabe übernehmen müsse, ab.

Arbeitseinsatz auf dem Spielplatz

Zum Thema Spielplatz gab der Bürgermeister den Schülern ebenfalls Recht. Der ohnehin marode Zustand der Anlage habe sich durch mutwillige Zerstörungen von Kindern und Jugendlichen weiter verschlimmert. "Es steht außer Frage. Der Spielplatz ist dringend renovierungsbedürftig." Damit das nicht auf die lange Bank geschoben wird, erfolgen derzeit bereits erste Reparaturen. "Und was haltet ihr davon, wenn wir uns gemeinsam an den Rest machen", fragte Henry Wagner die Kinder. "Ich besorge Farbe und Pinsel, und dann ziehen wir zusammen los und geben den Spielgeräten ein neues, frisches Aussehen." "Na klar, das machen wir", zeigte sich Sophie Horn von dem Vorschlag auf Anhieb begeistert. Und auch alle anderen nickten zustimmend.

Der Bürgermeister will sich nun um alles Nötige kümmern und den Kindern dann einen Terminvorschlag für den Arbeitseinsatz unterbreiten.

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