Die Verbandsgemeinde hat über ihren unlängst beschlossenen Haushalt eine Ausgabesperre verhängt. Es muss noch mehr gespart werden!

Elbe-Havel-Land l Als der Etat Anfang April beschlossen wurde, waren die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch in Gange. Die Erhöhung der Gehälter machen im Etat der Verbandsgemeinde immerhin Mehrausgaben in Höhe von 90000 Euro aus. "Die zusammenzukriegen, ist schwierig, weil der Plan schon äußert eng gestrickt war. Also muss jede Ausgabe auf den Prüfstand. Wir müssen uns zwingen, jeden Cent zu sparen. Denn wir haben in den kommenden Jahren viel vor, wofür wir Geld brauchen", erklärte Bürgermeister Bernd Witt auf der Ratssitzung am Mittwochabend in Wust. Unter anderem muss entsprechend der aufgestellten Feuerwehranalyse in die Technik und die Gebäude der Wehren investiert werden.

Kämmerin Renate Roßkamp fügte an, dass eine Erhöhung der Umlage der Gemeinden zum Ausgleich des Fehlbetrages nicht möglich sei, weil die Kommunen selbst genug finanzielle Sorgen haben und schon genug belastet werden. Von einer Kreditaufnahme will man ebenfalls absehen.

Von der Sperre nicht betroffen sind die Bewirtschaftung der kommunalen Gebäude, Stör- und Havariefälle und vertragliche gebundene Leistungen. Auf die Frage von Wieland Reich, wo man denn überhaupt noch knappsen kann, erklärte die Kämmerin, dass es schon einige Stellen gebe. Und auch aus der Rücklage werden die 55000 Euro entnommen.

Auch wenn die Energiekosten durch den Wechsel des Anbieters im vergangenen Jahr schon gesunken sind, so wird noch einmal eindringlich an alle Nutzer öffentlicher Einrichtungen appelliert, Strom, Heizung und Wasser zu sparen.

Die Personalkosten machen im Haushalt der Verbandsgemeinde immerhin 70 Prozent aus.