Kamern l Unternehmer Wolfgang Robl aus dem bayerischen Murnau hatte mit seinen beiden Mitarbeitern einen hunderte Kilometer langen Anreiseweg auf sich genommen, um in Kamern eine Spende des Forstamtes Annweiler aufzubauen. Mit dem Amt in Rheinland-Pfalz arbeitet der Unternehmer zusammen, wenn es darum geht, Aufforstungen vor Schneelawinen zu schützen. Die Firma des Bayern stellt neben Spielgeräten vor allem Lawinenverbauungen her, die in den Alpen aufgestellt werden. Die Schneerechen halten die Schneedecke fest, so dass eine Lawine gar nicht erst entstehen kann. Sind die Bäume irgendwann groß genug, wird der künstliche Schutz nicht mehr benötigt - dann bilden die Wälder selbst das Schutzschild.

Das Forstamt hatte der flutgeschädigten Kindertagesstätte die für den Bau benötigten robusten Edelhölzer gespendet: Edelkastanie und Robinie. Die Bühne kann auch als Spielgerät genutzt werden. Das Häuschen in Hexenhaus-Optik wurde von einem Landschaftsarchitekten entworfen.

Stamm zum Balancieren

Beim Aufbau der Grundgerüste hatten an den ersten drei Tagen auch Mitarbeiter des Amtes aus der Südpfalz geholfen: Leiter Stefan Asan, Förster Helmut Baaden sowie der Büroleiter Gunther Wahl. Hilfe kam auch von der Verbandsgemeinde, sie stellte die Gemeindearbeiter Werner Bioletti aus Kamern und Fred Henschel aus Schönhausen als Aufbauhelfer ab. Sie zimmerten die Bühne, während die Bayern am Häuschen bauten. Werner Bioletti und Detlef Rieck hatten vorab die Fundamente gelegt.

Wolfgang Strobl hat der Kita auch etwas gespendet, einen Sandbagger im Wert von 800 Euro. Vorm Haus liegt zudem ein elf Meter langer Robinienstamm, er ist zum Balancieren gedacht. Später soll er noch einen Schlangenkopf erhalten.

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