Wust (sl). Mit Bernd Mitsch hat das Elbe Havel-Land nicht nur einen zusätzlichen Springer für die sechs Kindergärten, sondern auch den ersten männlichen Erzieher. Vor wenigen Wochen, zu Nikolaus, hatte der 35-Jährige seinen ersten Arbeitstag. Sein erster Einsatzort ist der Wuster Kindergarten, wo seine Hilfe gegenwärtig am dringendsten gebraucht wird. "Mir gefällt es hier sehr gut! Es ist ein schöner kleiner Kindergarten mit besten räumlichen Bedingungen und man kann mit den Kindern viel im Freien unternehmen."

Wie man als Mann darauf kommt, Erzieher zu werden? "Ich war Journalist, habe an der Uni in Dortmund studiert. Meine Frau bekam Arbeit an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Iden, wohin wir 2002 auch umgezogen sind. Im Jahr 2004 kam unser erstes Kind Wanja zur Welt. Ich bin in zweieinhalbjährige Elternzeit gegangen. Diese Zeit hat mich sehr ausgefüllt und der Wunsch, Erzieher zu werden, reifte immer mehr. 2006 begann ich nebenberuflich eine dreijährige Ausbildung in Wolmirstedt und ich arbeitete seitdem auch bis zum letzten Sommer als Erzieher im Stendaler Familienzentrum Färberhof". Inzwischen haben er und seine Frau drei Kinder, zu Wanja gesellten sich Arved und Freya. In Köckte ist Familie Mitsch zu Hause.

Bei der Suche nach einer neuen Herausforderung stieß Bernd Mitsch auf das Stellenangebot der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land. Dass er unter allen Bewerbern ausgewählt wurde, freut ihn sehr. "Das ist spannend, nun in sechs Kindereinrichtungen zu arbeiten." Immer mehr bestätige sich, dass es für ihn die richtige Entscheidung war, den Beruf noch einmal zu wechseln.

Ihm selbst liegt eine erlebnispädagogische Arbeit am Herzen, Sport und Englisch gehören zu den Dingen, für die er die Kinder begeistern möchte. "Und ich will verstärkt die Väter einbeziehen. Hier in Wust haben wir schon ein paar Ideen, wie man das in die Tat umsetzen kann."

Wie lange Bernd Mitsch in Wust bleibt, hängt vom Personalbedarf in den anderen Kindereinrichtungen ab.