Havelberg l "Tränen lügen nicht" sang der junge Berliner Felix Schwendler zu Beginn der Vernissage im Havelberger Rathausflur. Darauf Bezug nehmend, sprach Lars Kripke, Vorsitzender des gastgebenden Vereins "Kunst im Rathaus", angesichts des Dauerregens am Sonntagnachmittag: "Der Himmel weint, aber unsere Herzen lachen."

Erstmals sind nun im Rathaus der Hansestadt Werke von geistig behinderten Kindern und Jugendlichen zu sehen - Malerei, Filzerei und verschiedene Drucke.

Die Behinderten wohnen im betreuten "CaritasWohnen am Michaelkirchplatz" in der Bundeshauptstadt Berlin. Dort wird das Kunstprojekt "Begegnungen mit dem Wunderbaren" schon seit Jahren betrieben, zuerst mit Unterstützung der "Aktion Mensch", seit vier Jahren aus eigenen Mitteln, informierte der Leiter Andreas Wohsmann. Seine Einrichtung bietet Platz für 47 Behinderte, die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche.

Gabriela und Bogomil Helm, zwei Künstler aus Babe im benachbarten Havellandkreis, betreuen das Projekt, durch die beiden kam auch die Verbindung nach Havelberg zustande. Bei einem Besuch in der Domstadt ging die Uhr von Gabriela Helm kaputt, im Schmuckladen von Lars Kripke kam sie mit diesem ins Gespräch - und bald darauf war die Idee zur Ausstellung im Rathaus geboren. Präsentiert werden verschiedene Themen, unter anderem Porträts sowie der Traumzauberbaum.