Während die Behebung der Flutschäden an öffentlichen Gebäuden, Straßen und Brücken nur äußerst schleppend beginnt, sieht es an den Gräben schon besser aus. Von den knapp 30 beantragten Maßnahmen ist etwa ein Drittel so gut wie abgearbeitet.

Elbe-Havel-Land l "Auch wenn wir jetzt ganz gut vorankommen, wird es wohl mindestens zwei Jahre dauern, bis die Gräben wieder in dem Zustand sind wie vor der Flut." Uwe Klemm, der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Trübengraben (UHV), ist froh, dass die dringlichsten Schadstellen, die nach dem Fischbecker Deichbruch im Juni letzten Jahres am gesamten Grabensystem zwischen Fischbeck und Vehlgast-Kümmernitz entstanden sind, behoben werden konnten. Denn jetzt muss bei der Reparatur ein Gang zurückgeschaltetwerden. "Bislang sind wir an die Gräben in Abstimmung mit den Landwirten, die großes Entgegenkommen zeigten, ganz gut rangekommen." Aber das Getreide und auch die anderen Kulturen wachsen gut, da können die Firmen nicht mehr so viel Platz - wie an den meisten Stellen benötigt-

berichtete, dass man sich verschätzt hatte, was die Schäden an den Bäumen betrifft. Bei der Schadensaufnahme von August bis Dezember war nicht ersichtlich, dass so viele Bäume betroffen sind, das wird erst jetzt deutlich. "Und wahrscheinlich kommt auch noch mehr dazu, was vielleicht erst 2015 erkennbarist. Gut, dass es möglich ist, Nach-Anträge zu stellen. Allerdings heißt das auch, dass noch einmal alle Gräben kontrolliert und jeder zusätzlich abgestorbene Baum aufgenommen werden muss."

28 Maßnahmen hat der UHV beim Landesverwaltungsamt zur Schadensbehebung beantragt, bis auf fünf sind auch schon alle genehmigt. Mit der Zusage für diesen kleinen Rest rechnet Uwe Klemm auch in diesen Tagen. "Wir haben uns bei der Antragstellung sehr große Mühe gegeben und es gab auch keine Nachfragen seitens der genehmigenden Stellen, das ist reibungslos gelaufen", berichtet der Geschäftsführer von der zusätzlichen Arbeit, die inzwischen sechs Aktenordner füllt. Immerhin 1,3 Millionen Euro Schaden sind allein an den Gräben entstanden.Außerdem hat der UHV auch gleich die Schäden an Bauwerken, Stauanlagen, Wehren und Durchlässen

Am Land- und Weidengraben in Scharlibbe hat LATI gerade die Erneuerung eines 75 Meter langen Stücks Böschung abgeschlossen und der neu ausgebrachte Rasen kann nach dem Regen gut gedeihen. Der derzeit niedrige Wasserstand kam dabei ganz gelegen. Denn damit das neue Material nicht abrutscht, müssen beim Böschungsbau Faschinen (dazu dienen dünne Stämme von jungen Nadelbäumen) als Stützen

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