Der Förderverein für den Wiederaufbau des Sandauer Kirchturms hat sich von einem überaus fleißigen Mitstreiter verabschieden müssen: Für Dietmar Zehle ging die dreijährige Bürgerarbeit im Verein zu Ende.

Sandau l "Es macht uns schon traurig, dass uns ein so engagierter und zuverlässiger Mann nun nicht mehr zur Verfügung steht. Drei Jahre lang hat er sehr gute Arbeit, besser noch: ausgezeichnete Arbeit für den Förderverein und damit auch für die Kirchengemeinde und die Stadt Sandau geleistet", lobte Wolfgang Hellwig, der Vorsitzende des Fördervereins für den Wiederaufbau des Sandauer Kirchturms, all das, was Dietmar Zehle, ebenfalls ein Sandauer, in seiner Zeit als Bürgerarbeiter geschaffen hat.

Stets gründlich und sorgfältig

"Vor drei Jahren waren wir sehr froh darüber, dass wir einen jungen Mann aus unserer Stadt für die Bürgerarbeit in unserem Verein zugeteilt bekamen", fuhr Wolfgang Hellwig mit seinen Dankesworten fort. "Dietmar Zehle half Ausstellungen und Basare in und an der Kirche vorzubereiten und auszurichten, machte sich als Bürohilfskraft im Verein nützlich und kümmerte sich in Abstimmung mit der Stadt auch um die Ordnung und Sauberkeit im Außenbereich der Sandauer Kirche. Eigentlich gab es nichts, was er nicht konnte oder nicht mit größter Sorgfalt und Gründlichkeit erledigte. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich ihn irgendwann einmal schlecht gelaunt erlebt hätte. Auf den Punkt gebracht: Mit Dietmar Zehle hatten wir einen echten Glücksgriff gemacht", schätzt der Fördervereinsvorsitzende ein.

Ganz "nebenbei" eignete sich der junge Sandauer auch noch all die Kenntnisse an, die er für die Anerkennung als Kirchenführer in der Sandauer Kirche benötigte. "Besuchern Interessantes aus unserer Kirchengeschichte zu vermitteln, das war mit das Schönste, was die Tätigkeit als Bürgerarbeiter für mich ausgemacht hat. Aber ich hätte liebend gerne auch noch ein paar Jahre länger bei all den anderen notwendigen Dingen mit angepackt, die eine so anspruchsvolle Aufgabe, wie sie der Förderverein verfolgt, nun mal mit sich bringt", sagt Dietmar Zehle. Doch leider gibt es keine Verlängerung der Bürgerarbeit und auch keine Neuauflage einer solchen Maßnahme.

Ehrenamtlich weiter als Kirchenführer tätig

Sang- und klanglos abtreten wird Dietmar Zehle aber nicht. "Ich bin als Mitglied in den Förderverein eingetreten und habe mich als dieses bereit erklärt, ehrenamtlich weiterhin als Kirchenführer zu arbeiten und somit zu helfen, die Sandauer Kirche für Besucher offen zu halten", ist von dem gelernten Elektriker zu erfahren. Und wenn anderweitig Not am Mann ist, "hoffe ich, dass man mich anspricht", machte Dietmar Zehle deutlich.

"Ich wüsste auch gar nicht, wie wir in Zukunft ohne Sie klarkommen sollen", entgegnete der Sandauer Pfarrer Hartwig Janus. Auch er war voll des Lobes über das Wirken von Dietmar Zehle.

Aus dem Amt des Bürgerarbeiters wurde er vom Verein würdig verabschiedet: mit einem Gutschein in einer "Danke-Rolle" und einer Kaffeetafel in der Kirche.