Sandau l Im Sandauer Kirchturm findet am heutigen Freitagabend um 19 Uhr eine Vernissage statt. Sie gilt der neuen Wanderausstellung "Erlebnis Grünes Band" und vermittelt einen umfassenden Einblick in Natur und Geschichte des Grünen Bandes entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens. Der ehemalige Todesstreifen, der sich auf einer Länge von fast 1400 Kilometer durch Deutschland zieht, hat sich zum größten zusammenhängenden Biotopverbund in Deutschland entwickelt. Beeindruckende Filmaufnahmen, Zitate und Einblicke in einige typische Lebensräume belegen die herausragende Bedeutung des Grünen Bandes als Nationales Naturerbe.

Der Förderverein zum Wiederaufbau des Sandauer Kirchturms hat die Ausstellung aus dem Freiluftmuseum Diesdorf in die Elbestadt geholt. "Für den Transport stellte uns die Firma Kunststofftechnik Velten freundlicherweise ein Fahrzeug zur Verfügung", zeigt sich Vereinsvorsitzender Wolfgang Hellwig für die Unterstützung dankbar.

Für die Umrahmung der heutigen Eröffnung ist der Verhaltensforscher und Tierfotograf Peter Gäth aus Pevestorf zuständig. Mit seinem Lichtbildervortrag "Mitbewohner - Naturaufnahmen aus dem Wohnumfeld" vermittelt er einige erste Eindrücke zum Inhalt der neuen Ausstellung.

"Laut unseren Planungen soll das ,Erlebnis Grünes Band` bis zum 31. Juli im Kirchturm zu sehen sein", ist von Wolfgang Hellwig zu erfahren. "Jetzt wollen wir aber versuchen, die Exposition noch zehn Tage länger in Sandau zu behalten." Das hat einen guten Grund: das Laurentiusfest am 10. August. Zu diesem soll der Fahrstuhl im Sandauer Kirchturm eingeweiht werden. "Erfreulicherweise schneller, als wir angenommen hatten", so Wolfgang Hellwig. Mit dieser Einweihung könnte ein Ausstellungsbesuch verbunden werden, vor allem für Menschen, die die Treppen in den Turm hinauf nicht ersteigen können.