Havelberg/Klietz l In der Klietzer Kleingartensparte "Immergrün" war am Sonnabend Arbeitseinsatz. Unter anderem wurden Nummernschilder an den Gärten angebracht, welche mit Hilfe des Jugendklubs angefertigt worden sind. Die neun Gartenfreunde hatten dabei nicht nur ihre eigene Parzelle in Ordnung zu bringen, sondern auch mindestens eine weitere: In der Anlage stehen zehn Gärten leer. - "Interessenten sind bei uns jederzeit willkommen", erklärte Vorsitzende Viola Pohl.

Sehenswert ist hier die 700-Quadratmeter-Anlage von Romano Kocziba. Er ist gelernter Tischler und fertigt im Beruf Holzhäuser - natürlich dominiert der Naturbaustoff denn auch seinen Garten. Da gibt es etliche Hochbeete - sie sind frei von Wühlmäusen und rückenschonend, Vogelhäuschen und Insektenhotels sowie Unterstände für Tomaten. Sogar die Gartenwege sind mit Holz ausgelegt. Auf das Dach vom Gartenhaus - dieses ist natürlich mit Holz verkleidet - soll irgendwann eine Solaranlage, denn Strom gibt es hier am Rande von Klietz nicht.

Der Arbeitseinsatz kam nicht von ungefähr, denn heute werden in Havelberg und Klietz die Anlagen von einer Kommission des Kreisverbandes der Gartenfreunde begutachtet und bewertet. Die Klietzer treffen sich aber nicht nur dann zum gemeinsamen Einsatz, sondern auch im Herbst sowie zum Saisonabschluss. Im Vorjahr war es wegen der Flut sogar noch öfter gewesen.

Schon mal Platz 3 geholt

Die Begehung beginnt in Havelberg um 8 Uhr in der "Einigkeit", acht Sparten sind zu begutachten. Um 15.30 Uhr geht es in Klietz weiter, zuerst in der Sparte "Waldesruh", um 16 Uhr folgt "Immergrün". Letztere konnte 2005 bei dem Wettbewerb sogar schon einen dritten Platz erringen.